Kai und Dirk Brünker
  • Magdeburg-Profi Kai Brünker trauert um seinen Vater Dirk. Dieses Bild postete er bei Instagram.
  • Foto: Instagram/Kai Brünker

Vater tot aufgefunden: Zweitliga-Profi mit bewegenden Abschieds-Worten

Im Fall des vermissten Vaters des Magdeburger Zweitliga-Profis Kai Brückner herrscht mittlerweile traurige Gewissheit. Bei dem in einem Fluss in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) gefundenen Toten handelt es sich um den 61-jährigen Dirk Brünker. Ein vorläufiges Obduktionsergebnis bestätigte am Freitag den Verdacht, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Mann sei demnach ohne Fremdeinwirkung ums Leben gekommen. „Wir gehen von einem Unglücksfall aus“, sagte der Sprecher.

Der 1. FC Magdeburg kondolierte seinem Stürmer Kai Brünker und dessen Familie am Freitag. „Der 1. FC Magdeburg ist in tiefer Trauer“, heißt es in einem Tweet des Zweitligisten, wo der 28-Jährige seit 2020 spielt. Brünker werde aufgrund des Todesfalles bis auf weiteres im Kreise seiner Familie weilen, teilte der Verein weiter mit.

Brünker mit bewegenden Worten an seinen Vater

Brünker bedankte sich am Freitag auf Instagram „bei allen Menschen, die uns in der sehr schweren Zeit unterstützt haben“. Außerdem richtete er bewegende Worte an seinen Vater, der ihn zu dem Menschen gemacht habe, der er heute sei: „Ich bin dir für alles dankbar. Wir werden dich für immer vermissen, aber niemals vergessen.“

Es fühle sich jedoch an, „als würde ein riesengroßer Ballast von uns abfallen. Endlich haben wir unseren Papa, Ehemann und Opa zurück. Der Schmerz sitzt sehr tief, doch es wird Ruhe einkehren. (…) In unseren Herzen lebst du für immer weiter. Ruhe in Frieden Papa, du warst ein ganz großer!“

Magdeburg mit schöner Geste vor dem Spiel

Der Verein überlegte sich für das Spiel gegen Paderborn (0:0) am Samstag indes eine rührende Aktion: Beim Warm-Up trugen die Spieler des 1. FC Magdeburg und Trainer Christian Titz T-Shirts mit der Aufschrift „Wir sind bei dir, Kai.“

Vor Leichenfund: Vater war seit Monaten vermisst

Spaziergänger hatten den Toten am Donnerstag im Fluss Brigach in Donaueschingen entdeckt. Die Leiche sei mehr als zwei Monate im Wasser gelegen und dadurch schwerer zu identifizieren, hatte der Sprecher erklärt.

Laboruntersuchungen hätten nun aber ergeben, dass es sich um den Vermissten handele. Bei dem Toten waren auch ein Telefon und Ausweisdokumente gefunden worden.

Der Mann war zuletzt einen Tag vor Heiligabend in der Innenstadt des badischen Villingen gesehen worden. Seitdem war er verschwunden. Auch eine Suchaktion mit Polizeitauchern und Hubschrauber Ende Dezember blieb erfolglos. Anfang März hatten zudem mehr als 100 Beamte ein Waldgebiet in Brigachtal südlich von Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) abgesucht.

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Auch Kai Brünker hatte nach dem Verschwinden seines Vaters um Hinweise gebeten. (dpa/tie)

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