Deutschland-Spieler Thomas Müller und Leroy Sané jubeln
  • Sie hatten Spaß: Thomas Müller (l.) und Leroy Sané bejubeln den Kantersieg gegen Liechtenstein.
  • Foto: dpa/picture alliance

9:0! DFB-Team siegt souverän gegen Liechtenstein

Auf die Art ihres Auftritts kam es ihnen an, gemessen daran passte der Auftritt des DFB-Teams gegen Liechtenstein total. Durch das 9:0 (4:0) in Wolfsburg setzte Deutschland seinen Siegeszug fort und lieferte damit Stoff für die Rekordbücher.

Er nahm es mit einem Lächeln zur Kenntnis und bedankte sich artig für die Glückwünsche. Sechs Siege (mit 27:1 Toren) hat Hansi Flick seit seinem Start vor zwei Monaten nun hingelegt, mehr als jeder andere Bundestrainer vor ihm. Dafür wird er sich, wenn es bei den kommenden Turnieren ernst wird, nichts mehr kaufen können. Doch zumindest zeigt es, dass Flicks erste Schritte die richtigen waren.

WM-Qualifikation: Deutschland gewinnt mit 9:0 gegen Liechtenstein

Beim Rekordsieg entwickelte sich schnell die erwartet einseitige Partie. Nach neun Minuten wurde die Angelegenheit zur Farce, als Liechtensteins Hofer nach seinem Kung-Fu-Einsteigen gegen Goretzka Rot sah. Gündogan verwandelte den Strafstoß zur Führung und die armen Liechtensteiner, nun auch noch dezimiert, verloren komplett die Orientierung. Die Folge: Erst traf Kaufmann ins eigene Netz (20.), dann vollendete Sané (22.), kurz darauf Reus (23.). Plötzlich stand es 4:0. Dass das Wolfsburger Publikum die Gäste dann verhöhnte, als Sele nach 40 Minuten erstmals für Liechtenstein Richtung Tor (und meterweit vorbei) schoss, hätte es nicht gebraucht.

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Ein Spiel mit ungleichen Waffen. So waren es vor allem die kleinen Anekdoten, die in Erinnerung bleiben werden. Etwa der Auftritt Ivana Martincic’, die als erste Frau ein Länderspiel der DFB-Auswahl pfiff. Die Kroatin machte ihre Sache gut, holte sich aber gleich mal Pfiffe der Fans ab, als sie Rüdiger verwarnte (38.).

DFB: Leroy Sané und Thomas Müller treffen doppelt

Flick hingegen wusste, was sich gehört. Aufgrund der Corona-Wirrungen im Vorlauf der Partie (fünf Spieler reisten ab) hatte er sich beim VfL Wolfsburg bedient und Baku sowie Arnold nachnominiert. Beide durften dann am Donnerstagabend auch ran, Baku sogar von Beginn an. Mit VfL-Angreifer Nmecha wurde sogar noch ein dritter Wolfsburger eingewechselt und feierte sein Debüt. Während der Stürmer am Pfosten scheiterte (56.), zeigte ihm Kollege Baku, wie es besser geht und traf traumhaft zum zwischenzeitlichen 7:0 (80.). Sané (49.), Müller (76./86.) und ein weiteres Eigentor (diesmal von Göppel/89.) stellten den Endstand her.

Was aus Hamburger Sicht fehlte, war allerdings die Einwechslung Jonathan Tahs. Hätte der Leverkusener an Nmechas Seite spielen dürfen, wären das erste Mal seit 27 Jahren mal wieder zwei echte Hamburger für Deutschlands A-Team im Einsatz gewesen. Aber man kann ja nicht alles haben.


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Am Sonntag endet die WM-Qualifikation für das bereits qualifizierte DFB-Team, dann soll in Armenien Sieg Nummer sieben unter Flick folgen.

So spielte Deutschland: Neuer 3 – Hofmann 3 (46. Nmecha 3), Kehrer 3 (72. Ginter), Rüdiger 3, Günter 3 – Goretzka 3 (46. Neuhaus 2), Gündogan 2,5 (64. Arnold) – Baku 2, Reus 2, Sané 1,5 (64. Volland) – Müller 2

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