• St. Paulis Jakov Medic setzt sich gegen Paderborns Sven Michel durch.
  • Foto: WITTERS

St. Paulis Medic hadert: „I think it was zu wenig for a penalty“

Er zählte einmal mehr zu den Besten seiner Elf. Jakov Medic überragte beim 1:3 des FC St. Pauli in Paderborn mit 73 Prozent an gewonnenen Zweikämpfen, sprühte vor Tatendrang und hatte entsprechend hart an der ersten Saisonniederlage zu knabbern.

„Es war sehr unglücklich für uns, dass wir verloren haben“, sagte er und haderte ein wenig mit Schicksal und Schiedsrichter. „This penalty“, denglischte er, „I think it was zu wenig for a penalty and a red card.“ Eine aus Sicht der betroffenen Mannschaft nachvollziehbare Sichtweise, die Entscheidung von Referee Benjamin Brand, Philipp Ziereis bereits nach sechs Minuten zum Duschen zu schicken, war tatsächlich hart, aber auch regelkonform.

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Ein Foul, so wie es dem Kiezklub-Kapitän eben gegen Sven Michel unterlaufen war, ist für den aus Wiesbaden gekommenen Kroaten in der aktuellen Verfassung schier nicht notwendig. Keinen einzigen Pfiff gab es gegen ihn trotz unzähliger knackiger Duelle, überhaupt verursachte Medic in allen vier Saisonspielen zusammen bisher erst zwei (!) Freistöße.

St. Paulis Jakov Medic beklagt den unglücklichen Ausgleichstreffer

Eine grandiose Bilanz, für die er sich in Paderborn aber nichts kaufen konnte, weil es nach Führung in Unterzahl noch einen weiteren Nackenschlag gegeben hatte. „Das Gegentor vor der Pause“, stöhnte er, „war sehr unglücklich.“ Er stand direkt neben Adam Dzwigala, als der Pole per Kopf ins eigene Gehäuse traf, und war unmittelbar danach sichtlich nicht amüsiert über das ungeschickte Verhalten des Kollegen. Vorwürfe aber gab es keine, sondern vielmehr Lob und Anerkennung für die Mannschaft. „Wir haben gekämpft und alles gegeben“, befand der Innenverteidiger zurecht und blickte schon wieder nach vorne: „Wir müssen das Spiel abhaken und uns auf das nächste fokussieren.“

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