St. Paulis Präsident Oke Göttlich
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St. Pauli-Boss Oke Göttlich: Von „unfassbarer Anstrengung“ zur großen Vorfreude

Schön geht anders, so viel ist mal klar. Doch während andernorts die teils klaffenden Wunden der Corona-Zeit geleckt und verzweifelt passende Pflaster gesucht werden, blickt man beim FC St. Pauli mit einer ansteckenden Vorfreude in die Zukunft. Der Klub ist, so vermittelt Präsident Oke Göttlich nachhaltig, vergleichsweise prima aufgestellt und bastelt an weiteren Optimierungen.

Der Spaßfaktor kam auch für den Klub-Boss auf überschaubarem Niveau daher. „Es ist eine absolut besondere Verantwortung in dieser Saison gewesen, weil du wirklich permanent mit neuen Parametern agieren musstest auf der administrativen, wirtschaftlichen, finanziellen Ebene“, erklärte Oke Göttlich. „Und man muss wirklich sagen, dass das im Zug der sportlichen Situation, wie sie sich im gesamten Jahr 2020 skizziert hat, wirklich eine unfassbare Anstrengung gewesen ist.“

St. Pauli will künftig verstärkt aufs Hauptamt setzen

Zumal auf ehrenamtlicher Basis. „Das ist schon ein richtig dickes Brett gewesen“, räumte der 45-Jährige ein und kündigte Änderungen an. Man müsse sich in Zukunft „mit einem verstärkten Hauptamt über besondere Vertreter:innen positionieren“. Das würde in der operativen Schnelllebigkeit helfen, viele Dinge direkter und klarer umsetzen zu können.

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Aber auch der bisherige Weg ist ein erfolgreicher, den Einnahmeverlusten in fast zweistelliger Millionenhöhe zum Trotz und „obwohl das größte Gut am Millerntor, die tollsten Fans der Welt, leider nicht bei uns sein konnten“. Er könne nur allen hauptamtlichen Mitarbeiter:innen danken, dass sie diese Reise mitgemacht haben. „Wir haben in dieser Zeit total viel gelernt und gesehen, wie wir durch solche Krisen gehen und uns aufeinander verlassen können“, sagte Göttlich. „Wir kämpfen alle miteinander für den FC St. Pauli und gucken jetzt mit totaler Freude auf die prominent besetzte Liga, die da auf uns zukommt.“

Keine Montagsspiele mehr: St. Pauli-Boss bedankt sich bei den Fans

Man werde Spiele am Millerntor erleben, an die man sich noch Jahre oder Jahrzehnte erinnern werde. „Das ganze ohne Montagsspiele ist eine große Reminiszenz an die Fankultur, ich bedanke mich bei den Fans, dass sie sich über Jahrzehnte dafür eingesetzt haben.“ Stattdessen sei nun ein Highlight am Samstagabend gegen Schalke 04 am Millerntor möglich.

St. Paulis Präsident kündigt sehr ehrgeizige Budgetplanung an

Und das mit einer Mannschaft, die – da ist sich der Präsident sicher – kaum schlechter zusammengestellt sein wird als die letzte. „Andreas Bornemann und Timo Schultz dürfen sich freuen, dass wir mit Sicherheit eine sehr ehrgeizige Budgetplanung in der Zweiten Liga an den Tag legen werden“, kündigte er an. „Das bedeutet, dass wir uns kaum gegenüber den vergangenen Jahren verstecken werden.“

St. Paulis Dauerkartenverkauf startet frühestens im Juli

Unter anderem weil der Etat des Vorjahrs längst nicht ausgereizt worden ist, sieht es monetär vergleichsweise gut aus auf dem Kiez. St. Pauli ist nicht einmal auf die Liquidität durch den Dauerkartenverkauf angewiesen, der – das gab der Klub nun bekannt – erst dann beginnen wird, „wenn wir am besten absehen können, in welcher Anzahl die Fans wieder ins Stadion dürfen”, wie es Göttlich ausdrückte. Vor Juli, so viel steht schon fest, wird dies nicht geschehen.

2022 will St. Pauli das Vereinsgelände erweitern

Doch der braun-weiße Blick geht weit darüber hinaus, im Hintergrund bastelt St. Pauli mit den Behörden an der für 2022 angepeilten Erweiterung des Vereinsgeländes. „Wir sprechen mit der Stadt über sehr ernsthafte Möglichkeiten, welche Flächen im Stadtgebiet für den FC St. Pauli möglich sind“, erklärte Göttlich.

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