Das 3:1 gegen Sandhausen am Millerntor war für Timo Schultz das letzte Spiel vor der Quarantäne.
Das 3:1 gegen Sandhausen am Millerntor war für Timo Schultz das letzte Spiel vor der Quarantäne.
  • Das 3:1 gegen Sandhausen am Millerntor war für Timo Schultz das letzte Spiel vor der Quarantäne.
  • Foto: WITTERS

Schultz kehrt zurück! Hat St. Pauli jetzt mehr Glück bei Fortuna?

Was gibt es Schöneres, als im Schlafzimmer zu verfolgen, wie die Lieblingsmannschaft ein Spiel nach dem anderen gewinnt? Vielleicht gar nicht so viel, eines aber doch: Selbst auf dem Trainingsplatz zu stehen und genau diese Mannschaft zu trainieren. Nach 13 Tagen in Quarantäne kehrt St. Paulis Chefcoach Timo Schultz am Freitag an die Kollaustraße zurück.

Die neugewonnene Freiheit hält gleich eine Herausforderung bereit. Das Auswärtsspiel am Samstag bei Fortuna Düsseldorf ist eine echte Herbstmeisterprüfung.

0:2, 0:3 – Vorige Saison schoss St. Pauli gegen Düsseldorf nicht einmal ein Tor

Düsseldorf hat mit dem 3:1 in Darmstadt gerade erst ein Spitzenteam geschlagen – und St. Paulis jüngste Bilanz gegen Fortuna ist äußerst glücklos. In der vorigen Saison gingen beide Spiele verloren, nicht einmal ein Treffer gelang dem Kiezklub bei den 0:3- und 0:2-Schlappen. Das 0:2 in Düsseldorf im April beendete eine Serie von vier Siegen in Folge und leitete das Austrudeln der bis dahin so famosen Rückrunde ein.   

Paqarada vor dem St. Pauli-Auftritt in Düsseldorf: „Wir haben keine Ziele ausgehängt“

Diesmal soll Düsseldorf kein Stolperstein sein, sondern ein Maßstab für die Weiterentwicklung. „Wir haben keine Ziele ausgehängt, sondern uns darauf fokussiert, dass wir von Spiel zu Spiel besser werden“, blickt Linksverteidiger Leart Paqarada auf die vergangenen zwölf Monate zurück, in denen aus dem Abstiegskandidaten ein Spitzenteam geworden ist.

Favé und Hürzeler haben Schultz als St. Pauli-Trainer optimal vertreten

Das lag und liegt zu großen Teilen an Cheftrainer Schultz, der nach seiner Corona-Infektion die Siege in Nürnberg (3:2) und gegen Schalke (2:1) in häuslicher Isolation verfolgte. Seine Assistenten Loic Favé und Fabian Hürzeler vertraten ihn zur vollsten Zufriedenheit – und setzten ihren Vorgesetzten damit sogar ein bisschen unter Druck: Hält die Superserie auch mit der Rückkehr von Schultz auf seine angestammte Trainerbank?

Schultz hat mit St. Pauli gegen Düsseldorf schon gewonnen – aber nicht als Cheftrainer

Wenn es nach Dauerbrenner Paqarada geht, ist von St. Pauli auch unter dem neuen alten Chef kein Schlafzimmer-Fußball zu erwarten. „Düsseldorf hat viel Qualität im Kader, aber die bringen wir auch mit“, sagt der Abwehrmann und Standard-Experte: „Ich bin guter Dinge, dass wir auch da marschieren werden und im besten Fall drei Punkte mitnehmen.“

Das könnte Sie auch interessieren: Ghana oder Derby? Im Januar stellt sich St. Pauli die Kyereh-Frage

Und Timo Schultz hat gegen Düsseldorf tatsächlich auch schon einen Erfolg gefeiert – als Spieler. Am 6. November 2009 kam er beim 2:1-Heimsieg in den letzten zehn Minuten aufs Feld. Die Saison endete mit dem braun-weißen Aufstieg in die Bundesliga.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp