Schaut eher mit Skepsis auf den Investoren-Deal der DFL: Oke Göttlich
  • Schaut eher mit Skepsis auf den Investoren-Deal der DFL: Oke Göttlich
  • Foto: WITTERS

Nach Ja zum Investoren-Deal: So reagiert St. Pauli-Boss Göttlich

Der Weg für den Milliarden-Deal der Deutschen Fußball Liga ist frei. Nach monatelangem Werben erhielt die DFL-Spitze um die beiden Geschäftsführer Marc Lenz und Steffen Merkel am Montag bei der Mitgliederversammlung das Mandat, Verhandlungen für eine strategische Partnerschaft mit einem externen Investor aufzunehmen.  Bei dem Treffen der 36 Profivereine in einem Frankfurter Flughafen-Hotel erzielte ein entsprechender Antrag mit 24 Ja-Stimmen gerade so die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit, die im Mai dieses Jahres noch knapp verfehlt wurde. Zwei enthielten sich, zehn stimmten mit Nein

Darunter auch der FC St. Pauli, dessen Boss Oke Göttlich sich im Vorfeld ein kleines Scharmützel mit Fernando Carro geliefert hatte, weil der Chef von Bayer Leverkusen vor allem den Zweitligisten unverhohlen mit einer Spaltung gedroht hatte. Daraufhin hatte Göttlich die Bedeutung des demokratischen Prozesses und die Akzeptanz dafür hervorgehoben – und tat dies auch nach der Entscheidung am Montag.

St. Pauli erwartet sinnvolle Verteilung von Geldern

„Das Vorgehen hat die notwendige Zweidrittel-Mehrheit erreicht. Es handelt sich somit um eine demokratische Entscheidung, die wir selbstverständlich respektieren“, sagte Göttlich und fügte an: „Wichtig ist in dem weiteren Prozess, eine faire und sinnvolle Verteilung von Geldern zu erreichen, um den nationalen Wettbewerb attraktiver zu gestalten und damit auch finanziell zu stärken.

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Während die Befürworter frohlockten (Marc Lenz: „Das ist ein gutes Zeichen, dass wir gemeinsam – DFL wie auch die Klubs – die Bundesliga und 2. Bundesliga weiterentwickeln wollen“), übte die Fan-Organisation „Unsere Kurve“ vernichtende Kritik: „Die wohlfeilen Worte der DFL in der Coronapause haben sich endgültig in Luft aufgelöst. Geld steht über allem.“ Für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen soll ein Finanzinvestor eine Milliarde Euro zahlen. Der Vertrag soll eine Maximallaufzeit von 20 Jahren haben und bis zum Beginn der Saison 2024/25 unterzeichnet sein.

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