Karol Mets auf der Jagd nach dem Ball
  • Karol Mets spielt eine stabile Saison beim FC St. Pauli
  • Foto: WITTERS

„Ich vermisse es“: St. Paulis Karol Mets über seine Ziele und einen großen Traum

Karol Mets ist Estlands Fußballer des Jahres. Es ist eine große Auszeichnung, die er auch einem großartigen Jahr mit dem FC St. Pauli zu verdanken hat. Doch von Zufriedenheit ist beim Innenverteidiger keine Spur. Mets will mehr.

Man könnte den Eindruck bekommen, die Lobhudelei ob seiner Ehrung wäre Karol Mets fast schon unangenehm. Artig bedankte er sich am Mittwoch für die Glückwünsche, schob aber sofort hinterher: „Es ist ein Kompliment für ganz St. Pauli, für unsere gute Saison bisher und für das gute Jahr.“

Karol Mets hat kein Problem mit fehlender Aufmerksamkeit

Ein außergewöhnliches Jahr. Für St. Pauli, aber auch für Mets persönlich. Mehr noch: „Ich denke, dass es das beste Jahr in meiner Karriere ist.“ Von Stationen quer über Europa verteilt weiß er: „Normalerweise gibt es mehr Aufs und Abs. Aber in diesem Jahr waren wir schon sehr stabil.“

Das verdankt der Kiezklub zu einem großen Teil auch der Defensive um Mets. Dennoch ist der 30-Jährige in der öffentlichen Würdigung, wenn er nicht gerade zum besten Fußballer eines ganzen Landes gewählt wird, unter den Kiezkickern nicht ganz vorne mit dabei. Ein Problem ist das für Mets nicht. „Damit kann ich leben. Die Leute reden über die Leute, über die sie reden wollen. Das muss nicht unbedingt ich sein.“

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Mets träumt von der EM-Teilnahme mit Estland

Mit dem Verein, bei dem Mets nach wie vor auf sein erstes Tor wartet. Sein letzter Treffer datiert aus dem Mai 2022, im Trikot des FC Zürich. „War es wirklich im Mai? Oh, das ist echt eine lange Zeit“, staunte Mets und gestand: „Ich vermisse es, Tore zu schießen. Daran muss ich arbeiten. Es wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk.“

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Und mit der Nationalmannschaft, mit der sich Mets über die Playoffs noch für die EM qualifizieren könnte. Schon im Halbfinale gegen Polen im März ist Estland klarer Underdog. Aber: „Es ist nur ein Spiel. Und wir alle kennen die magischen Geschichten im Fußball“, gibt sich Mets kämpferisch: „Ich hoffe, wir können dort eine weitere schreiben.“

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