Die jüngste Verwarnung: Daniel-Kofi Kyereh (M.) sieht kurz vor Schluss in Hannover Gelb.
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  • Foto: WITTERS

„Nicht meine Handschrift“: Diese Statistik lässt Schultz laut lachen

Der jüngste Witz unter Zweitliga-Schiris geht so: „Treffen sich ein Darmstädter und ein St. Paulianer – und ich zeige dem St. Paulianer Gelb!“ 

Das ist in der Tat ungewöhnlich. Während Darmstadt 98 pro Partie im Schnitt 14,33 Fouls begeht, pfeifen die Spielleiter in 90 Minuten nur achtmal die unsaubere Aktion eines St. Pauli-Spielers ab. Nur der Karlsruher SC (7,3 Fouls) wird noch seltener zurückgepfiffen. In sechs Spielen verteilten die Schwarzkittel erst neun Gelbe Karten an braun-weiße Kicker.

Wenig Gelbe für St. Pauli – Trainer Schultz: „Das ist nicht meine Handschrift“

„Da ist meine Handschrift definitiv nicht zu erkennen“, sagt Trainer Timo Schultz und lacht laut. Dann erklärt der einst robuste Verteidiger, warum seine Spieler so wenig Karten bekommen. „Wir sind eine Mannschaft, die bisher sehr viel schon im Vorfeld geklärt hat. Da braucht es nicht immer unbedingt die harten Attacken.“ 

St. Pauli will das Kartensammeln weiterhin den Gegnern überlassen

Und wie sieht es mit taktischen Fouls aus, die von Schiedsrichtern ja konsequent mit gelb geahndet werden? Ist St. Pauli da zu fair für mehr?„Dass wir in der einen oder anderen Szene vielleicht noch ein bisschen cleverer sein können, ist sicherlich der Fall“, räumt Schultz ein: „Aber da verbinde ich jetzt nicht unbedingt nur eine feine Grätsche mit. Sondern auch mal einen schnell ausgeführten Freistoß, einen Einwurf, den man sich nimmt – das sind Sachen, wo wir auf einem guten Weg sind. Das an Gelben Karten zu messen, halte ich nicht für richtig. Das ist nicht so mein Ding.“

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Das Kartensammeln überlässt St. Pauli also möglichst weiterhin den Darmstädtern.

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