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  • Bank-Frust: Manolis Saliakas (3.v.l.) war beim Länderspiel zwischen Griechenland und Deutschland in Mönchengladbach nur Zuschauer.
  • Foto: WITTERS

Deutschland bringt Saliakas kein Griechen-Glück – Nachteil wegen Trainer-Tochter?

Neue Zeiten, neuer Trainer, neue Chance? Nicht für St. Paulis Manolis Saliakas. Groß waren die Hoffnungen, dass der nach einer bärenstarken Saison gerade in die Bundesliga aufgestiegene Außenverteidiger beim Länderspiel seiner Griechen gegen EM-Gastgeber Deutschland endlich einmal zum Zug kommt. Nicht minder groß dürfte die Enttäuschung sein, dass in seinem Fall alles beim Alten geblieben ist. Er muss auf das nun anstehende Spiel hoffen – oder den nächsten Nationaltrainer.

Gesprächsthema Nummer eins nach dem mühsamen 2:1-Sieg der DFB-Auswahl bei der Generalprobe für das Heim-Turnier vor allem Keeper Manuel Neuer und sein Patzer. Das ist die deutsche Sicht auf die Partie. Die nicht für die EM qualifizierten Griechen wiederum feierten eine couragierte Leistung und ihren Torschützen zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung, Giorgos Masouras (Olympiakos Piräus).

Griechenland gegen DFB-Team mit Tzolis, ohne Saliakas

Während Zweitliga-Torschützenkönig Christos Tzolis von Fortuna Düsseldorf im Borussia-Park von Mönchengladbach, also quasi in seiner Nachbarschaft, in der Startelf stand und durchspielen durfte, kam St. Pauli-Aufsteiger Saliakas keine Sekunde zum Zug.


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Unverzichtbar für St. Pauli – nicht gut genug für Griechenland?

Unter dem alten Nationaltrainer Gustavo Poyet, der nach dem niederschmetternden Aus in den EM-Playoffs gegen Georgien zurückgetreten war, hatte der 27-Jährige keine Chance gehabt. Die Hoffnungen, dass sich das unter der Regie von Interimstrainer Nikolaos Papadopoulos, eigentlich U21-Coach der Griechen, ändert, haben sich zunächst nicht erfüllt.

Saliakas kommt nicht an Rota vorbei

Gegen Deutschland spielte wieder einmal Lazaros Rota (26/AEK Athen) von Beginn an auf der Rechtsverteidigerposition – wie schon in sieben der letzten neun Länderspiele der griechischen Auswahl. Nicht mal aus einer Einwechslung des Kiezkickers und ein paar Spielminuten wurde etwas.

Die Tatsache, dass Rotas Freundin Christina die Tochter des aktuellen Trainers Papadopoulos ist, lässt Raum für Spekulationen – nicht mehr, nicht weniger. Die Konstellation dürfte Saliakas‘ Chancen jedenfalls nicht signifikant erhöhen und es auch nicht so einfach für den Wahl-Hamburger machen, Personalentscheidungen gegen sich als rein sportlich einzustufen.

Neue Chance gegen Malta – oder beim nächsten Trainer?

Nächste Chance: das bevorstehende Länderspiel der Griechen gegen Malta in Salzburg am 11. Juni. Weitaus weniger attraktiv als das Spiel gegen Deutschland, aber Saliakas dürfte sich über jede Gelegenheit freuen, sofern sie sich bietet. Sollte er erneut nicht zum Einsatz kommen, bleibt ihm wohl nur abzuwarten, wen der griechische Verband als neuen Nationaltrainer installiert und auf dessen Gunst hoffen – und im Trikot von St. Pauli auch in der Bundesliga unermüdlich abzuliefern.

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Bislang hat Saliakas drei Länderspiel-Kurzeinsätze für die A-Nationalmannschaft absolviert. Seinen letzten Einsatz im griechischen Trikot hatte er im November vergangenen Jahres, als er beim 2:2 gegen Frankreich in der 85. Minute eingewechselt worden war – für Lazaros Rota.

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