Medic, Hummels, St. Pauli, BVB
Medic, Hummels, St. Pauli, BVB
  • In dieser Szene kickt Dortmunds Mats Hummels den Ball gegen den Arm von St. Paulis Jakov Medic.
  • Foto: Imago

Pokal-Sensation gegen BVB – aber eine Szene regt St. Paulis Trainer auf

Vieles, sehr, sehr vieles von dem, was Timo Schultz an diesem legendären Pokal-Abend am Millerntor zu sehen bekam, hat dem Coach des FC St. Pauli gefallen. Eine Szene aber trübte die Stimmung nach dem 2:1 gegen Borussia Dortmund so ein wenig. Und sie bestätigte den 44-Jährigen in seiner bisherigen Sicht der Dinge.

Es ging um den Handelfmeter, den Erling Haaland zum einzigen Treffer der Gäste verwandelte (58.). Vorausgegangen war ein Handspiel des bärenstarken Jakov Medic im eigenen Strafraum, als ihm Mats Hummels den Ball aus Nahdistanz an den ausgestreckten Arm bugsiert hatte.

St. Paulis Coach Schultz: „Kein Trainer der Welt will so einen Elfer gegen sich kriegen“

„So einen Elfmeter will auf der einen Seite jeder für sich haben, das kann ich verstehen“, sagte Schultz. „Aber kein Trainer der Welt möchte so einen Elfmeter gegen sich kriegen. Es ist keine Torgefahr, er wird aus einem Meter angeschossen.“ Als Kritik an Referee Harms Osmers (Hannover), der die Entscheidung nach Eingriff von Video-Schiri Christian Bandurski gefällt hatte, wollte er das aber nicht verstanden wissen. „Mir tun die Schiedsrichter auch ein bisschen leid“, räumte Schultz ein, der aus seiner Ablehnung gegenüber dem Videobeweis nie einen Hehl gemacht hat. „Meine Meinung über den VAR kennt man ja“, sagte er, „die hat sich dadurch ganz bestimmt nicht geändert.“

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Geändert hatte sich allerdings nach dem Strafstoß das Spielgeschehen. Denn statt sich noch mehr einzuigeln nach dem Anschluss des großen Favoriten, blies St. Pauli plötzlich zur Attacke und hatte die aktivste Phase in der gesamten Partie. „Die Mannschaft hat eine super Reaktion gezeigt“, freute sich Schultz. „Wir haben so ein bisschen die Flucht nach vorne gesucht, vielleicht waren wir auch ein bisschen sauer und enttäuscht über den Pfiff.“

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