St. Paulis Aufsichtsrat-Chefin Sandra Schwedler und Präsident Oke Göttlich.
  • St. Paulis Aufsichtsrat-Chefin Sandra Schwedler und Präsident Oke Göttlich.
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„Es zerreißt mir das Herz“: Wie St. Paulis Führung über das Corona-Derby beim HSV denkt

Das Hamburger Derby rückt näher, die Anspannung steigt, aber die Vorfreude ist gedämpft und von dem typischen Derby-Fieber keine Spur. Je näher das Spiel der Spiele rückt, desto mehr wächst die Wehmut, dass das Duell der Erzrivalen in einem unwürdigen Rahmen stattfindet. Die Klub-Führung des FC St. Pauli macht vor dem ersten Corona-Derby keinen Hehl daraus.

Bestenfalls – und diese Bezeichnung ist eigentlich schon ein Witz – werden am Freitag 1000 Zuschauer das Duell zwischen Gastgeber HSV und St. Pauli im Volksparkstadion live miterleben und 56.000 Plätze werden leer bleiben. Nicht ausgeschlossen, dass aufgrund steigender Infektionszahlen kurzfristig gar keine Besucher zugelassen werden. Gäste-Fans sind ohnehin nicht erlaubt.

Derby HSV gegen St. Pauli vor maximal 1000 Zuschauern

„Wenige oder gar keine Fans im Stadion zu haben, zerreißt mir das Herz – beim Derby umso mehr“, sagt St. Paulis Aufsichtsrats-Chefin Sandra Schwedler ganz offen. „Das macht die Vorfreude bei einem Derby und auf das, was es sein sollte, ein bisschen zunichte.“

Sandra Schwedler, Aufsichtsrats-Chefin des FC St. Pauli

Reichlich Wehmut vor dem Corona-Derby: Sandra Schwedler, Aufsichtsrats-Chefin des FC St. Pauli.

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imago/Oliver Ruhnke

Der größte Verlust sei das kollektive Erlebnis, das bei den Siegen in der vergangenen Saison besonders ausgeprägt gewesen sei, so Schwedler. „Die beiden Derbys hatten den Charakter, etwas gemeinsam geschafft zu haben. Da war ein großes Wir-Gefühl.“

FC St. Pauli: Aufsichtsrats-Chefin Sandra Schwedler wehmütig

Präsident Oke Göttlich betont, dass man als FC St. Pauli zwar „Bock“ habe, die leidenschaftliche Leistung in den letzten Spielen auch gegen Tabellenführer HSV zu zeigen. „Der ganz große Schmerz bei diesem Derby ist aber, die Emotionen und das Tragen durch unsere Fans nicht in den Volkspark bringen zu können.“

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Das Stadt-Duell sei natürlich „ein besonderes Fußballspiel, aber ansonsten fehlt alles, was man sich für ein Spiel mit einer solchen Bedeutung wünschen würde“.

Oke Göttlich: Derby in Zeiten von Corona fehlt alles

Schwedler hat sich schweren Herzens entschieden, auf einen Besuch des Derby-Hinspiels zu verzichten. Grund dafür sei, dass sie die Spiele des FC St. Pauli in der Regel im Fan-Bereich verfolgt, was am Freitag nicht möglich sein wird. Göttlich wird vor Ort sein.

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