Im Februar 2020 setzte sich St. Paulis Marvin Knoll (r.) gegen David Kinsombi und den HSV 2:0 durch.
  • Im Februar 2020 setzte sich St. Paulis Marvin Knoll (r.) gegen David Kinsombi und den HSV 2:0 durch.
  • Foto: WITTERS

Bereit für den HSV: Derby-Routinier Knoll: „Wir haben Panzer, Arbeiter und Künstler“

Er ist neben Robin Himmelmann und Daniel Buballa einer von drei Kiezkickern, die in allen bisherigen vier Zweitliga-Derbys dabei waren. Jetzt freut sich St. Paulis Marvin Knoll auf das nächste Duell in der „Stadtmeisterschaft“, das am Freitag im Volkspark steigt.

An die vergangene Saison mit den beiden 2:0-Siegen denkt der 29-jährige Rauschebart-Träger natürlich gern zurück, vor allem an das auswärtige mit zwei Traumtoren von Henk Veerman und Matt Penney. Aber das 0:4 am Millerntor in der Spielzeit davor hat er auch nicht vergessen. „Da haben wir richtig auf den Arsch gekriegt.”

Knoll: Vorfreude aufs Derby, Respekt vorm HSV

Beim ersten Training der Kiezkicker in der Derby-Woche am Dienstagvormittag spürte man bei allen die Vorfreude. Vor allem bei Knoll, der mit Rothose Jeremy Dudziak eng befreundet ist: „Für unsere Fans ist es ein besonderes Spiel, für mich natürlich auch.” Der Respekt vorm HSV ist groß: „Er hat einen guten Kader mit individueller Klasse, wie zum Beispiel Simon Terodde, der jedes Jahr die 2. Liga erschießt. Er ist ein sehr, sehr guter Spieler, den wir immer im Auge behalten müssen. Dazu kommt die Flexibilität. Der HSV kann sich auf jeden Gegner einstellen.”

Auch vom Trainer des Stadtrivalen hält Knoll viel. Er schwärmt regelrecht: „Daniel Thioune hat wie vorher in Osnabrück immer einen Plan. Er macht stets einen netten, sympathischen Eindruck. Er kann die Mannschaft gut erreichen. Das hat dem HSV ein bisschen gefehlt die letzten Jahre, dass da einer an der Seitenlinie ist, der so authentisch ist.“

Knoll geht selbstbewusst ins Derby: „Wir können den HSV schlagen!“ 

Trotz das Raketenstarts des aktuellen Tabellenführers glaubt Knoll: „Wir können den HSV schlagen. Derbys sind nochmal was ganz anderes, da zählen die vorherigen Spiele eigentlich gar nichts.” Die Gründe für das Selbstbewusstsein sind vielfältig: „Auch wir haben einen guten und breiten Kader mit viel Qualität, sind ebenfalls flexibel: Wir können  mit Simon Makienok vorn einen richtigen Panzer dahin stellen.” Man könne aber auch mit Daniel-Kofi Kyereh technisch guten Fußball spielen: „Wir haben sowohl Künstler, als auch Arbeiter.“

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Ebenfalls wichtig sei die Willensstärke der runderneuerten Truppe der Braun-Weißen. „Unsere Moral ist gut, wir können die Spiele drehen, geben uns nicht einfach geschlagen.” Die gemessenen Werte würden eindeutig zeigen, „dass wir fit sind und marschieren können”.

Derby-Routinier Knoll: Für Zalazar gibt’s ein Sonderlob

Für Rodrigo Zalazar hat Knoll ein Sonderlob parat: „Er spielt immer drauf los, macht sich keinen Kopf, traut sich was, ist rotzfrech. Es ist hilfreich, dass er noch nicht so gut Deutsch spricht. Wenn wir sagen ‘Spiel ab’, dann dribbelt er einfach weiter. Er ist ein geiler Typ, auch außerhalb des Platzes.” Viele Trümpfe also, um den HSV erneut zu ärgern.

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