Singe, wem Gesang gegeben - nur nicht im Stadion, das ist daneben
  • Singe, wem Gesang gegeben - nur nicht im Stadion, das ist daneben
  • Foto: imago images/Matthias Koch

Behörde ermittelt: Muss Union Berlin für singende Fans blechen?

„Ei-sern Un-ion“, hallte es durch Berlin-Köpenick. Die Gesänge ihrer Fans kommen Union Berlin jetzt möglicherweise teuer zu stehen. Denn Stadionsingen ist in Corona-Zeiten verboten.

Dem 1. FC Union Berlin könnte nach Fan-Gesängen bei einem Testspiel eine Strafe drohen. Wie die „Bild“ berichtete, beschäftigt sich das zuständige Gesundheitsamt mit einem möglichen Verstoß gegen aktuell gültige Corona-Maßnahmen.

Fan-Gesänge: Bezirksamt ermittelt gegen Union Berlin

Vor dem Testkick gegen den Zweitligisten Hannover 96 war der Berliner Bundesligist von den Behörden auf die Unterlassung von Fan-Gesängen hingewiesen worden. „Zurzeit befindet sich das Bezirksamt in Prüfung. Wenn Verstöße vorliegen, werden diese entsprechend geahndet“, hieß es vom Gesundheitsamt Treptow-Köpenick.

Union Berlin: viele Tore, viele Gesänge an der Alten Försterei

1795 Zuschauer hatten das 4:1 der Eisernen gegen die Niedersachsen am Donnerstag im Stadion An der Alten Försterei verfolgt. „Wir haben ja niemanden aufgefordert, hier zu singen“, argumentierte Unions Kommunikationschef Christian Arbeit.

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Unter Paragraf 5 der sechsten Berliner Corona-Infektionsschutzverordnung heißt es unter Punkt neun: „Fan-Gesänge und Sprechchöre sind zu unterlassen.“

Union Berlin kontert: Corona-Regeln nicht mehr nachvollziehbar?

„Die Frage ist: Bleiben eigentlich die Regeln nachvollziehbar für die Menschen oder kommen wir langsam an seltsame Grenzen?“, hatte Arbeit im RBB moniert. Singen in geschlossenen Räumen sei bei Abstand nach wie vor erlaubt, Singen im Freien plötzlich nicht mehr, meinte er.

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