Jürgen Klopp, Teammanager des FC Liverpool.
  • Jürgen Klopp, Teammanager des FC Liverpool.
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Aus einem besonderen Grund: Klopp muss beim Derby 60 Sekunden auf den Anpfiff warten

Liverpool –

Bleibt Coach Jürgen Klopp (52) mit dem FC Liverpool auf Triple-Kurs? Am Sonntag steht im FA Cup in der dritten Runde das brisante Stadt-Derby gegen den FC Everton an.

Aufgrund der aktuellen Kräfte-Verhältnisse und nicht zuletzt auch wegen des fulminanten 5:2-Siegs in der Premier League Anfang Dezember sind die Reds nun natürlich wieder der klare Favorit. Aber wer weiß, vielleicht haben ja die 60 Sekunden, in denen der englische Fußballverband auf psychische Gesundheit aufmerksam machen will, nicht nur einen Einfluss auf die Fans, sondern auch auf die Spieler oder sogar Klopp am Spielfeldrand?

Hier lesen Sie mehr: Die Situation in der Premier League nach dem Heimspiel des FC Liverpool gegen Sheffield United

FA startet „Heads Up“-Kampagne für psychische Gesundheit

Worum es geht? Im Rahmen der „Heads Up“-Kampagne lässt die FA alle Spiele der dritten Runde mit einer Minute Verzögerung anpfeifen. So ist der Anstoß des Liverpool-Derbys am Sonntag nicht um 17 Uhr, sondern um 17.01 Uhr.

Der Blick auf die Spiele und Anstoßzeiten ist erstmal verwirrend: Am Samstag werden 20 Pokal-Spiele um 13.31, 16.01 oder 18.31 Uhr angepfiffen, am Sonntag elf Partien um 15.01, 17.01 oder 19.16 Uhr. Zum Abschluss der dritten Runde gibt’s am Montagabend den Anpfiff zum Spiel des FC Arsenal gegen Leeds United um 20.56 Uhr.

Prinz William ist Schirmherr der FA-Kampagne

Und warum das Ganze? „Wir ermutigen die Fans, während der einminütigen Verzögerung darüber nachzudenken, welchen Einfluss 60 Sekunden auf ihr eigenes Wohlbefinden haben können“, heißt es in der Mitteilung der FA (Football Association). „Die Hoffnung ist, dass die Initiative die Aufmerksamkeit dafür erhöht, wie wichtig es ist, auf psychische Gesundheit zu achten.“

Die 60 Sekunden sollen hierbei einen „ersten Schritt auf dem Weg zu besserer Gesundheit“ darstellen. Der traditionelle FA Cup gelte als „Wettbewerb für jedermann – ob große oder kleine Klubs“, und stelle für die „Heads Up“-Kampagne unter Schirmherr Prinz William (37) die ideale Plattform dar.

Wächst der FC Everton gegen Liverpool über sich hinaus? 

Der große Wunsch der Initiatoren: „Mehr Menschen – insbesondere Männer – dazu zu ermutigen, über ihre geistige Gesundheit zu sprechen und Maßnahmen zu ergreifen, um ihre mentale Gesundheit zu verbessern und anzuerkennen, dass mentale Verfassung genauso wichtig ist wie körperliche Fitness.“

Ob Everton wohl Sonntag nach 60 Sekunden Bedenkzeit mental über sich hinauswächst und die Pokalsensation schafft? Klopp hat sicher was dagegen. (ars)

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