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„Neptune Frost“ ist ein afrikanisches Sci-Fi-Musical und wird beim Hamburger International Queer Film Festival gezeigt.
  • „Neptune Frost“ ist ein afrikanisches Sci-Fi-Musical und wird beim Hamburger International Queer Film Festival gezeigt.
  • Foto: Chris Schwalla

Queer, live und bunt: Das gibt‘s bald in Hamburgs Kinos

Licht aus – Film ab! Wie jeden Herbst wird es in Hamburgs Kinos bunt, wenn das „Hamburg International Queer Film Festival“ (HIQFF) am 18. Oktober startet. Bis vor zwei Jahren als „Lesbisch Schwule Filmtage“ bekannt, ist es das älteste queere Filmfestival Deutschlands. Seit 33 Jahren werden dort bis zu 70 Filme rund ums Thema LGBTQ+ gezeigt. 

Vor zwei Jahren wirbelte Corona die Organisation ziemlich durcheinander: Vorführungen und Gespräche mit Filmschaffenden gab es nur online. 2021 entschied sich das Festival für eine Hybrid-Veranstaltung. Dieses Jahr soll endlich alles wieder live und in Farbe stattfinden. Gastgeber sind Metropolis, Passage, 3001-Kino und Kampnagel.

Queer Film Festival Hamburg: Eröffnung auf Kampnagel

Auf Kampnagel beginnt das Festival am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr mit einer großen Gala. Zu Gast: ALOK, Autor:in und Poet:in und „eine der führenden Stimmen New Yorks im Kampf für Rechte und den Schutz der People of Colour trans* Community“. 

Der Film „Três Tigres Tristes von Regisseur Gustavo Vinagre ist der Eröffnungsfilm des Festivals. Cris Lyra/HIQFF
Der Film „Três Tigres Tristes von Regisseur Gustavo Vinagre ist der Eröffnungsfilm des Festivals.
„Três tigres tristes“ von Regisseur Gustavo Vinagre ist der Eröffnungsfilm des Festivals.

Ebenfalls dabei sein wird an diesem Abend Gustav Vinagre, Regisseur des Eröffnungsfilms „Três tigres tristes“: Drei Freund:innen (t)raumwandeln durch Sao Paulo, während ein Virus die Menschen bedroht. Die Charaktere erzählen aus ihren Leben und dabei auch unausweichlich die Kolonial- und Diktaturgeschichte Brasiliens.

„Wie wir wollen“ thematisiert das Thema Abtreibungen in Deutschland. Kollektiv Kinokas/HIQFF
„Wie wir wollen“ thematisiert das Thema Abtreibungen in Deutschland.
„Wie wir wollen“ thematisiert das Thema Abtreibungen in Deutschland.

Auch eine Empfehlung: „Wie wir wollen“, ein kollektives Porträt, in dem 50 Individuen, die in Deutschland eine ungewollte Schwangerschaft abgebrochen haben, zu Wort kommen. Die Erzählungen sollen ein Gegennarrativ zum Tabu rund um Abtreibungen schaffen. Dazu unterbricht ein Sprechchor aus Frauen, trans und nicht-binären Personen seinen Alltag und tritt in die Erzähler:innenrolle. Eine Alternative zur klassischen Off-Stimme.

Musical, Dokus und Sci-Fi: Diese Filme gibt es

Natürlich darf auch ein Musical nicht fehlen – wie wäre es mit dem afro-futuristischen Werk „Neptune Frost“? Dort verbünden sich zwei außergewöhnliche Charaktere: Matalusa, der Zwangsarbeit entflohen, trifft auf Hackerin Neptune, die ihn in eine völlig neue Welt einführt. Zusammen wollen sie den Sturz des autoritären Regimes vorantreiben.

Es brodelt gesellschaftlich, politisch und global. „Zugleich denken wir darüber nach, was uns Kunst, Kultur und Kino in diesen fragilen Krisenzeiten geben kann“, heißt es von den Veranstalter:innen. Der Tenor: Wie können Geschichten und Filme uns dazu bewegen, die eigene Perspektive zu wechseln oder gar Widerstand zu leisten, weiter zu wachsen und wieder aufzublühen? Das gilt es herauszufinden.

„HIQFF“: 18.-23.10., ab 7,50 Euro, Tickets und Programm auf der Website des Hamburger International Queer Film Festival

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