Oasis Konzert Knebworth 1996
  • 1996 spielten Oasis vor 250.000 Fans im britischen 4500-Seelen-Dorf Knebworth.
  • Foto: © Jill Furmanovsky

Nur kurz in Hamburgs Kinos: Must-see für Oasis-Fans

1996 spielten Oasis vor 250.000 Fans im britischen 4500-Seelen-Dorf Knebworth. Ein Vierteljahrhundert später bringen sie nun ihren Dokumentarfilm über die beiden Open-Air-Gigs für kurze Zeit in die Kinos – und präsentieren einen magischen Moment der Popgeschichte mit jeder Menge Klassikern!

Seit 2009 gehen Oasis wegen unüberbrückbarer Differenzen getrennte Wege. Doch bei der Kino-Premiere in London vor einer Woche kam es zur Annäherung zwischen Noel (54) und Liam Gallagher (48): Noel stellte sich so nah an das Plakat ihrer Doku „Oasis Knebworth 1996“, auf dem Liams Antlitz zu sehen ist, dass die Brüder quasi wiedervereint waren – zumindest für die Fotografen. Obwohl beide als ausführende Produzenten des Films genannt werden, glänzte Liam mit Abwesenheit (er war unter anderem in Deutschland unterwegs und fiel aus einem Helikopter …).

Plakat Film Oasis Knebworth 1996
Liam Gallagher am Mikrofon: das offizielle Plakat zur Doku „Oasis Knebworth 1996”

Vor 25 Jahren sorgten sie gemeinsam für den krönenden Moment des Britpop. Oasis waren mit ihren Alben „Definitely Maybe“ und „(What’s The Story) Morning Glory?“ in nur zwei Jahren zur Stadion-Rockband aufgestiegen. „Wir hatten keine Angst, dort rauszugehen“, erinnert sich Noel anlässlich der Premiere. „Wir hatten das Gefühl, dass wir nichts falsch machen könnten, weil die Fans sowieso auf unserer Seite waren. Wir mussten auch nicht die Kritiker überzeugen, denn wir waren das größte Ding seit der Erfindung von Topfnudeln!“ Der Film sei ein realer Schnappschuss der Band auf ihrem Zenit, bevor der Lifestyle reicher Rockstars bei ihnen durchschlug: „Es war das letzte Mal, wo wir noch in fast den gleichen Lebensumständen lebten wie unser Publikum.“

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So zeigt der Film das größte UK-Konzert des Jahrzehnts (Robbie Williams kam 2003 auf 375.000 Fans bei drei Gigs in Knebworth) dann auch durch die Augen ihrer Fans: Sie drängeln sich um Tickets und Busse, werden nicht müde, ihre Liebe für Liam zu bekennen, und machen das Konzert mit ihrem Kollektiv-Gesang zum Volksfest. Anders als Noel und Liam erinnern sie sich auch 25 Jahre danach bestens an jene zwei Tage im August 1996, zwischen denen der Film hin- und herspringt, und erzählen Regisseur Jake Scott (Sohn von Ridley Scott) ihre persönlichen Geschichten. Die teils unveröffentlichten Live-Performances und die Ausgelassenheit von Oasis im Backstage-Bereich machen Spaß – damals gefilmt von Regisseur Dick Carruthers. „This is history!“, ruft Noel immer wieder Richtung Publikum.

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Der Star auf der Bühne ist der junge Liam Gallagher mit fantastischer Stimme. Zwischen Klassikern wie „Don’t Look Back In Anger“, „Live Forever“ und „Wonderwall“ (als erster 90er-Song schaffte er über eine Milliarde Streams auf Spotify) liefern Noel und Gitarrist Paul „Bonehead“ Arthurs Audiokommentare. „Es gab keine Mobiltelefone. Alle waren in dem Moment bei der Gruppe, bei den Songs“, stellt Noel fasziniert fest. Erst gegen Ende hört man auch Liams Sprechstimme: „Für mich war Knebworth das Woodstock der 90er“, meint er. „Es ging nur um die Musik und die Menschen. Es war biblisch!“

„Oasis Knebworth 1996“: Cinemaxx Dammtor, UCI Kinowelt Wandsbek + Mundsburg + Othmarschen, Savoy, diverse Uhrzeiten, Info: www.oasisknebworth1996.com; ab 19.11. als CD, LP und DVD/Blu-ray

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