Ein Umweltaktivist von Greenpeace. (Symbolbild)
  • Ein Umweltaktivist von Greenpeace. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance

Trauriger Rekord : Mehr als 200 Umweltaktivisten gewaltsam getötet

Paris –

Mehr als 200 Umweltaktivisten sind im vergangenen Jahr weltweit gewaltsam getötet worden – die höchste bislang verzeichnete Zahl solcher Verbrechen. Vor allem waren Aktivisten in Lateinamerika betroffen. 

Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Nichtregierungsorganisation Global Witness hervorgeht, fielen mindestens 212 Aktivisten wegen ihres Einsatzes gegen Staudämme, Bergwerke, Abholzung oder andere wirtschaftliche Aktivitäten mit schädlichen Folgen für die Umwelt tödlichen Gewaltverbrechen zum Opfer. Dies ist die höchste bislang verzeichnete Zahl solcher Verbrechen.

Getötete Umweltaktivisten: Die meisten Fälle in Lateinamerika

Dabei gibt es laut Global Witness wahrscheinlich eine hohe Dunkelziffer, da viele Fälle nicht erfasst würden. Die meisten der verzeichneten Gewaltverbrechen gegen Umweltschützer mit tödlichem Ausgang wurden der Organisation zufolge in Lateinamerika verübt – auf diese Weltregion entfielen zwei Drittel der Fälle.

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In der Liste der einzelnen Länder liegt Kolumbien mit 64 Fällen von tödlicher Gewalt gegen Umweltaktivisten vorne. Dahinter folgen die Philippinen mit 43 Fällen. Rund 40 Prozent der Todesopfer waren laut Global Witness Indigene, etwa zehn Prozent waren Frauen. (dpa)

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