Im Bundesstaat New York haben Polizisten eine Neunjährige übel traktiert. (Symbolbild) 
  • Im Bundesstaat New York haben Polizisten eine Neunjährige übel traktiert. (Symbolbild) 
  • Foto: Mary Altaffer/AP/dpa

Schlimmes Video: Polizisten setzen Pfefferspray gegen Neunjährige ein

Rochester –

In der amerikanischen Stadt Rochester haben mehrere Polizisten eine Neunjährige übel traktiert, indem sie das Mädchen in den Schnee stießen und mit Pfefferspray besprühten. Der Vorfall wird untersucht – und hat bereits Konsequenzen.

Auf YouTube veröffentlichte die Polizei New York Aufnahmen von Körperkameras, die den schrecklichen Vorfall zeigen. Darauf ist zu sehen, wie die Polizisten das Mädchen in den Schnee stoßen, um ihr Handschellen anzulegen. Als sie sich weigert, in ein Polizeiauto zu steigen, besprühen die Beamten sie mit einem Reizgas.

New York: Polizisten besprühen psychisch kranke Neunjährige mit Pfefferspray

Die Polizei war am Freitag (Ortszeit) wegen eines „familiären Vorfalls“ alarmiert worden, meldete die Tageszeitung „New York Times“. Demnach habe der stellvertretende Polizeichef Andre Anderson berichtet, dass das Mädchen angegeben habe, „sich und ihre Mutter umzubringen“. Die Neunjährige leide unter psychischen Problemen.

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Als die Polizisten ihr Handschellen anlegten, schrie das Mädchen wiederholt nach ihrem Vater. Sie wolle erst ins Auto steigen, wenn ihr Vater dort sei. Als sie nicht auf den Polizisten hörte, der sie aufforderte, sich zu beruhigen, sprühten die Beamten Pfefferspray ins Gesicht und setzten sie auf den Rücksitz des Autos, berichtete die „Times“ weiter.

Die Polizeichefin von Rochester, Cynthia Herriott-Sullivan, zeigte sich auf einer Pressekonferenz am Sonntag (Ortszeit) schockiert: „Ich kann ihnen sagen, dass dieses Video nichts ist, was eine Mutter sehen möchte“, so die 61-Jährige.

Polizeigewalt an Kind in den USA: Beamte müssen mit Konsequenzen rechnen 

Rochesters Bürgermeisterin Lovely Warren verkündete am Montag, dass die an dem Vorfall beteiligten Beamten bis zum Abschluss der Untersuchungen suspendiert würden. Staatliche Gesetze und Gewerkschaftsregeln hinderten sie an härteren Maßnahmen.

Bei dem Vorfall müsse sie sofort an ihre eigene zehnjährige Tochter denken. „Dieses Video kann durch nichts gerechtfertigt werden“, so Warren.

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Der Präsident der Polizeigewerkschaft, Michael Mazzeo, nahm die Beamten jedoch in Schutz. „Diese Offiziere und diese Szenen haben keine Richtlinien gebrochen“, behauptete Mazzeo. „Nichts an diesem Vorfall war unangemessen.“

Die Neunjährige wurde nach dem Vorfall ins Krankenhaus gebracht und anschließend freigelassen.

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