„Tatort“-Schauspieler Wotan Wilke Möhring
  • Schauspieler Wotan Wilke Möhring sprach über die wohl schwierigste Zeit seines Lebens.
  • Foto: (c) dpa

Schauspieler Wotan Wilke Möhring: „Mein Vater starb in meinen Armen“

Ob in Talkshows oder in seiner Rolle als raubeiniger Hamburger „Tatort“-Kommissar Thorsten Falke: Schauspieler Wotan Wilke Möhring (54) sagt, was er denkt. Über Privates plaudert der gebürtige Detmolder selten. Bei Talker Johannes B. Kerner ließ er nun einen Einblick in seine Seele zu – und sprach über die schwere Zeit nach dem tragischen Tod seines Vaters und sich als Vater. 

In einem Urlaub verunglückte Möhrings Vater 2005 tödlich – auf einem Quad. Zehn Jahre danach hatte der Schauspieler, der früher als Elektriker arbeitete und als Model in New York lebte, mit dem „Stern“ darüber gesprochen: „Kurz vor der Abfahrt sind mein Vater und ich noch mal mit Quads, also so vierrädrigen Motorrädern, durch einen Wald gefahren. Und auf einmal – ich weiß nicht, warum – hat er die Kontrolle verloren und ist gegen einen Baum gefahren.“ Und weiter: „Wir waren beide allein in diesem Wald. Ich hielt ihn im Arm, und er starb.“ 

„Tatort“-Schauspieler Möhring ist dreifacher Vater

Eine traumatische Erfahrung, über die er in der Magenta TV-Sendung „Bestbesetzung“ zu Moderator Kerner spricht: „Die Sehnsucht oder das Gefühl, was jemand anderes für dich bedeutet hat, merkst du durch den Verlust, auch durch die Zeit. Ich habe bestimmt ein Jahr für die Verarbeitung gebraucht – ich war aus dem Fadenkreuz. Ich bin auf der Straße herumgegangen, wollte mich zerreißen, wollte mich prügeln. Ich wollte, dass ich mich irgendwie spüre – so deute ich das im Nachhinein mit meinem psychologischen Halbwissen. Das war schon ein großer Verlust.“ 

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Möhring ist mittlerweile dreifacher Vater, hat mit der Kamerafrau Anna Theiss, von der er getrennt lebt, zwei Töchter und einen Sohn. Traurig: Seine Enkelkinder lernte der verstorbene Vater des Schauspielers nicht mehr kennen – seine erste Tochter Mia wurde 2009 geboren. 

Möhring hält nicht viel von „Helikopter-Eltern“

Als Papa will der Schauspieler seinen Kids die richtigen Dinge mit auf den Weg geben: Zu „Quatsch machen und Mist bauen, gehört auch hinzugehen und sich zu entschuldigen oder stehenzubleiben oder einzugreifen, wenn man Unrecht sieht.“ 

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Von Helikopter-Eltern hält er nicht viel: „Zurückweisung, Ablehnung, Frust: Es ist ganz wichtig, den Kindern früh zu vermitteln, dass sie diese Erfahrungen irgendwann machen müssen. Diese Helikopter-Eltern versuchen alles abzuwenden, was nicht gut für ihre Kinder ist, dabei berauben sie sie um einen großen Teil an Erfahrungen und Mitteln und Wegen, diese selber zu finden und damit umzugehen.“ (alp)

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