• Sängerin Lady Gaga (35) ist auch Schauspielerin – und was für eine: Für „A Star is Born“ bekam sie einen Oscar.
  • Foto: (c) dpa

„Ich hatte psychische Probleme“: Lady Gagas krasse Verwandlung

Sie beauftragte den Mord am Mode-Magnaten Maurizio Gucci – die Geschichte von Patrizia Reggiani ist spektakulär. Und die Verfilmung von Regie-Maestro Ridley Scott dürfte es auch sein: Lady Gaga hat sich in die mörderische Gucci-Ex verwandelt: „Auch wenn ich nicht vor der Kamera stand, blieb ich sie“, gestand sie im „Vogue“-Interview.

Der wahre Fall: Mode-Erbe Maurizio Gucci verknallt sich Ende der Sechziger ins Societygirl Patrizia Reggiani, sie heiraten 1972, leben im Luxus und bekommen zwei Töchter. So schön, so mondän. Doch Gucci verlässt seine Gattin für die jüngere Geliebte. „Ich habe ihn nicht gehasst, ich habe mich geärgert“, erklärte Reggiani kürzlich in einem Interview. Also ging sie zu ihrem Wursthändler und erkundigte sich nach einem Auftragskiller. Gefragt, getan: Im März 1995 wurde Gucci von einem solchen eiskalt erschossen. Die Sache flog allerdings auf, Reggiani saß 18 Jahre im Gefängnis. Bereut aber bis heute nichts.

Lady Gaga sprach mit italienischem Akzent

Jetzt kommt Patrizia Reggiano ins Kino – in Gestalt von Lady Gaga. Obwohl: eigentlich umgekehrt! Die Oscar-Gewinnerin hat die Gestalt der Gucci-Killerin angenommen, komplett: Beim Dreh in Mailand wurde sie selbst mehr und mehr zu ihrer Rolle. „Ich hatte am Ende des Drehs einige psychische Probleme“, gestand Gaga der „Vogue“. „Ich war entweder in meinem Hotelzimmer und lebte und redete wie Reggiani – oder ich war am Set und lebte und redete wie sie.“ Gaga, eigentlich ja Stefani Germanotta, hat selbst italienische Wurzeln – und gewöhnte sich schon in der Vorbereitung einen italienischen Akzent an, mit dem sie mehr als neun Monate lang auch privat sprach.

Gaga
Lady Gaga am Set von „House of Gucci“, sie spielt Patrizia Reggiani.

Apropos sprechen: Mit der echten Patrizia Reggiano hat Gaga bei aller Rollenversessenheit kein einziges Wort gewechselt. Warum nicht? „Ich konnte der Geschichte nur gerecht werden, wenn ich sie mit den Augen einer neugierigen Frau betrachtete“, erklärte sie der „Vogue“. „Das hieß, niemand sollte mir sagen, wer Patrizia Gucci war, nicht einmal Patrizia Gucci.“ Was die ihr anfangs krummnahm, mittlerweile sagt sie aber: „Lady Gaga ist okay, sie gleicht mir.“

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Für die 35-Jährige war es schwer, bei sich zu bleiben: „Einmal habe ich einen Spaziergang gemacht und bin in Panik geraten, weil ich dachte, ich wäre noch am Set“, erzählt sie. Dort wurde ihr Method Acting bewundert – von hochdekorierten Hollywood-Kollegen wie Al Pacino und Salma Hayek. Die erklärte: „Lady Gaga ist ein Genie!“

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