Halle Berry
  • Halle Berry sprach in einem Podcast über ihre schwierige Kindheit.
  • Foto: imago images/Kristin Callahan

Halle Berry: So schloss ich Frieden mit meinem Vater

Sie stieg einst im ikonischen Bikini als Bond-Girl aus den Fluten und ist bis heute die einzige schwarze Frau, die einen Oscar für die beste Hauptrolle bekam: Halle Berry (55) gehört zu Hollywoods absoluter A-Liga. Doch die Schauspielerin hatte keinen leichten Start ins Leben. In einem Podcast hat sie nun über ihre schwierige Kindheit, die von einem alkoholkranken Vater geprägt war, gesprochen – und wie sie die tiefe Wunde, die das hinterließ, für sich heilen konnte.

„In meiner Kindheit gab es viel Missbrauch. Ich bin mit einem alkoholkranken Vater aufgewachsen, der sowohl verbal, emotional als auch physisch sehr missbräuchlich war“, offenbart der 55-jährige Hollywood-Star in der neuesten Episode des US-Podcasts „Fresh Air“.


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Sie erklärt Moderator Terry Gross weiter, dass das Verhalten ihres Vaters, ein bereits 2003 verstorbener Air Force-Veteran, „hauptsächlich auf die Liebe und die Führung zurückzuführen ist, die er als Kind nicht erhalten hat.“ Und weiter: „Er wurde nicht als missbräuchlicher, alkoholkranker Mann geboren, der außer Kontrolle geriet. Er wurde das durch das, was er war, und was ihm nicht gegeben wurde.“

Mit spirituellem Heiler: Halle Berry arbeitete ihre Kindheit auf

Anstatt bis an ihr Lebensende verbittert und traurig auf ihre Kindheit zu blicken, entschied sich die zweifache Mutter, ihre Wunden zu heilen – und arbeitete die Erfahrungen und Gefühle für ihren Vater auf. Ein spiritueller Heiler stand ihr dabei zur Seite. Sie fing an, „ihn als einen unschuldigen kleinen Jungen zu betrachten, der von einem alkoholkranken Vater und einer selbst so gebrochenen Mutter aufgezogen wurde.“

Halle Berry und ihre Mutter
Enge Bindung: Mutter Judith trennte sich von Halle Berrys Vater, als sie vier Jahre alt war.

Berry erkundete dann ihre eigene Familiengeschichte und entdeckte dort ebenfalls tief verwurzelten Missbrauch. „Eine weitere Generation zurückgehend, kamen sie aus der Sklaverei“, so Berry. Sie fügt hinzu: „Wenn ich es immer wieder zurückverfolge, wird einem klar, dass dies nur ein Generationentrauma war. Dass mein Vater nur versuchte, zu überleben. Er versuchte, sich selbst zu finden, seine Männlichkeit zu finden. Und er tat sein Bestes, und während er bei mir und meiner Familie kläglich versagte, arbeitete er wirklich nur mit den Werkzeugen, die man ihm gegeben hatte.“

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Als sie das erkannte, war sie plötzlich „traurig über das Leben, das er gelebt hat.“ Heute sehe sie ihm in einem völlig neuen Licht, habe Empathie für ihn und sei „voller Liebe“. (alp)

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