Britney Spears wurde von ihrem Vater kontrolliert.
Britney Spears wurde von ihrem Vater kontrolliert.
  • Britney Spears wurde von ihrem Vater kontrolliert.
  • Foto: imago/KayBlake

Britney Spears: Total-Überwachung bis ins Schlafzimmer

Jedes Wort, jede Bewegung, jeder Moment, alles wurde überwacht: Britney Spears wurde jahrelang ausspioniert und kontrolliert von ihrem Vater Jamie Spears. Das enthüllt eine neue Doku der „New York Times“.

Die Macher von „Controlling Britney Spears“ sprachen mit Menschen aus dem Umfeld der Sängerin: ein ehemaliger Security-Mann, eine Kostümbildnerin, eine Assistentin und ein ehemaliger Tour-Manager. Und was die erzählen, klingt gruselig. Die Sicherheitsfirma Black Box hat die heute 39-Jährige jahrelang überwacht, im Auftrag von Britneys Vater, der seine Vormundschaft über sie erst jetzt – nach 13 Jahren – abgibt. Jedes Telefongespräch wurde mitgehört, ohne Erlaubnis von Jamie durfte Britney niemanden treffen.

„Ihr Handy wurde so oft genutzt, um sie zu kontrollieren“, sagt der einstige Black-Box-Mitarbeiter Alex Vlasov.  „Es war, als würde sie nicht wie ein menschliches Wesen behandelt.“ Er habe sich manchmal gefühlt wie ein Gefängniswärter. Auch im Schlafzimmer von Britney wurde ein  Abhörgerät angebracht, es wurden sämtliche Daten von ihrem Handy kopiert und ihr kompletter E-Mail-Verkehr wurde überwacht. Insgesamt sicherte Vlasov 180 Stunden Tonmaterial.

Britney Spears: „Ein toxisches Umfeld“

Wer Britney sprechen oder besuchen wollte, brauchte erst die  Erlaubnis von ihrer Managerin Robin Greenhill. Ihre ehemalige Assistentin Felicia Culotta sagt in der Doku der „New York Times“: Es war ein wirklich toxisches Umfeld. Viele Leute fühlten sich schmutzig und unwohl dabei.“ Wer länger Kontakt mit ihr hatte, musste Geheimhaltungsverträge unterschreiben.

Und Britney? „Wenn sie mal den Mund aufmachte und etwas kritisierte, wurde sie abgewiesen“,  so Kostümbildnerin Tish Yates. Als sie ihre Show in Las Vegas hatte, verdiente Britney fast eine Million Dollar – pro Woche! Sie selbst bekam von ihrem Vater allerdings nur ein Taschengeld, ihre Kreditkarte verwahrte eine Mitarbeiterin.

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Der Anwalt von Jamie Spears weist übrigens jeden Vorwurf zurück: „Die Maßnahmen erfolgten mit dem Wissen und der Zustimmung von Britney, ihrem vom Gericht bestellten Anwalt und/oder dem Gericht.“ Auch Black Box erklärte, man habe sich immer „innerhalb fachlicher, ethischer und rechtlicher Vorgaben bewegt“. Britney dürfte das anders sehen. Ihr Anwalt hat eine Untersuchung angekündigt.

Britney selbst hat sich übrigens gerade mit ihrem Freund Sam Asghari verlobt. Ganz privat – und ohne ihren Vater vorher um Erlaubnis fragen zu müssen.

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