Prinz Harry (l-r), Herzog von Sussex, und Meghan, Herzogin von Sussex, und Prinz William, Prinz von Wales, und Kate, Prinzessin von Wales, verlassen die Westminster Hall.
  • Prinz Harry (Herzog von Sussex) mit Meghan (Herzogin von Sussex) sowie Prinz William (Prinz von Wales) und Kate (Prinzessin von Wales, v.l.) verlassen die Westminster Hall.
  • Foto: dpa

Anzug statt Uniform und Händchenhalten mit Meghan: Was Harry darf und William nicht

Die königliche Familie, Gardesoldaten und unzählige Beobachter haben den Sarg der gestorbenen Königin Elizabeth II. auf seinem Weg durch London begleitet. Dabei wurden auch die großen Unterschiede zwischen den Brüdern William und Harry sichtbar.

Mit ernstem Blick liefen Charles, Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward hinter dem von Pferden gezogenen Sarg. Die Familie zeigte sich geeint – ungeachtet aller Skandale und Unstimmigkeiten. Direkt hinter dem neuen König lief sein ältester Sohn Prinz William, der neue Thronfolger, Seite an Seite mit Bruder Harry. 

Anzug bei Harry, Militäruniform bei William

Trotzdem war der unterschiedliche Lebensweg der Brüder nicht zu übersehen: William trug als arbeitender Royal Militäruniform, Harry, der sich mit seiner Frau Meghan vom Königshaus distanziert hat, einen Traueranzug. Trotz seines Dienstes in Afghanistan musste der Queen-Enkel seine militärischen Titel mit dem Abschied aus dem Königshaus niederlegen. 

Manche fühlten sich daran erinnert, wie die Brüder 1997 nach dem Tod ihrer Mutter Prinzessin Diana hinter deren Sarg gelaufen waren. Nun sind die beiden selbst Väter und erwiesen ihrer Großmutter die Ehre. Zum Trauerzug gehörten auch Annes Sohn Peter Philips und ihr Ehemann Tim Laurence sowie der Herzog von Gloucester, ein Cousin der Queen, und der Earl von Snowdon, ihr Neffe. Charles‘ Gattin Camilla fuhr mit Prinzessin Kate in einem Wagen auf einer anderen Runde zum Parlament, Edwards Frau Sophie und Herzogin Meghan in einem weiteren.

Trauerzug für Queen Elizabeth II
Einer in Militäruniform, der andere nicht: Die Brüder William (2.v.l.) und Harry (r.) beim Trauerzug für die Queen, vor ihnen König Charles III. und Prinzessin Anne.

Royals dürfen nicht Händchenhalten

Als der Zug nach knapp 40 Minuten die Westminster Hall erreichte, brach in der dort versammelten Menge Applaus aus. Acht junge Soldaten trugen den in die royale Standarte gehüllten und mit Blumen geschmückten Sarg auf ihren Schultern in das Gebäude, wo er auf einem Podest aufgebahrt wurde. Nach einem kurzen Gottesdienst verließ die Familie das Gebäude. Nur Harry und Meghan konnten sich dabei mit Berührungen Trost geben: Händchenhalten ist für aktive Angehörige der Royal Family nicht vorgesehen. 

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Bald danach wurden die Türen zur Westminster Hall für die allgemeine Bevölkerung geöffnet. Die ersten Menschen verbeugten sich vor dem Sarg. Bis Montagmorgen können die Menschen nun langsam am Sarg vorbeiziehen. Nötig ist dafür aber Geduld: Es wird mit Wartezeiten von bis zu 30 Stunden gerechnet. Die Schlange zog sich bereits am Mittwoch über mehrere Kilometer entlang der Themse durch das Zentrum der britischen Hauptstadt. Schätzungen zufolge könnten bis zu zwei Millionen Menschen kommen. (dpa/mp)

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