Xi JingpIng
  • Staats- und Parteichef Xi JingpIng trat in einem Mao-Anzug auf, der an den Gründer der Kommunistischen Partei erinnert.
  • Foto: picture alliance/dpa/XinHua | Li Xueren

China-Präsident Xi hält gruselige Drohrede

Eine Organisation die mehr Anhänger hat, als Deutschland Einwohner: Die Kommunistische Partei Chinas (95 Millionen Mitglieder) hat mit einem pompösen Fest den 100. Jahrestag ihrer Gründung gefeiert. Staats- und Parteichef Xi Jingping hielt dabei eine Rede voller unverhohlener Drohungen.

Unter einem großen Porträt des Revolutionärs Mao Zedong zeigte sich Xi für seine große Propaganda-Geburtstags-Show. Er selbst trug einen Mao-Anzug mit Stehkragen, wie ihn der Gründer der Partei berühmt gemacht hatte, der alleine in der „Kulturrevolution“ Millionen Chinesen ermorden ließ.

Xi droht mit der „großen Mauer aus Stahl“

Das chinesische Volk werde es ausländischen Kräften niemals erlauben, es zu „schikanieren, zu unterdrücken und zu unterjochen“. Jeder, der das versuche, „wird sich auf einem Kollisionskurs mit einer großen Mauer aus Stahl finden, die 1,4 Milliarden Chinesen geschmiedet haben“, sagte der Parteichef.

Xi verwahrte sich gegen ausländische Kritik vor allem in Bezug auf Menschenrechte: „Wir werden niemals scheinheilige Predigten von jenen akzeptieren, die glauben, sie hätten das Recht, uns zu belehren.“ Deshalb brauche das Land auch ein starkes Militär.

Peking Feierlichkeiten
Die KP Chinas feierte ihren 100. Geburtstag mit einer bombastischen Show. Ein Chor sag Lieder wie: „Sozialismus ist gut“.

Gegen wen er dies im Fall der Fälle einzusetzen gedenkt, ließ er auch deutlich erkennen: gegen bösartige „Unabhängigkeitskräfte“ innerhalb Chinas. Er meinte damit den Staat Taiwan, den die Kommunistische Partei als abtrünnige Provinz betrachtet. Niemand solle Chinas Fähigkeit unterschätzen, seine territoriale Integrität zu verteidigen, drohte Xi.

Was die Herrschaft der Kommunistischen Partei bedeutet

Der 68-Jährige zeigte sich entschlossen die Macht der Kommunistischen Partei auch für die nächsten 100 Jahre zu verteidigen. Ohne die Führung der KP gebe es keine „nationale Erneuerung“ behauptete er.

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Wie es sich unter der KP Chinas leben lässt, wissen inzwischen auch die Menschen in Hongkong. Dort wollten am Gründungstag Tausende gegen das Ende der Demokratie und Pressefreiheit demonstrieren. Verhaftungen im Vorfeld und ein Großaufgebot an Polizei verhinderte das.

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