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Ukrainischer Soldat
  • „Strategie der 1000 Bienenstöcke“ nennt Kiew seine Taktik im Osten des Landes. (Archivbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/AP | Andrii Marienko

Wende in der Ukraine? „Der Feind gerät in Panik“

Bei Berichten über Kriege muss man stets aufpassen – beide Seiten stellen Dinge natürlich in ihrem Sinne dar. Unabhängige Quellen gibt es an der Front kaum. Dennoch scheint die Sache in diesem Fall klar: Russische Truppen fliehen aus der Region Charkiw, so berichten es beide Seiten.

Laut Verteidigungsministerium in Moskau räumten die russischen Einheiten den Norden des Gebiets an der Grenze zu Russland komplett und zogen sich hinter die Flüsse Oskil und Siwerskyj Donez zurück. Zuvor war von einer „Umgruppierung“ zur Verstärkung im Donezker Gebiet die Rede.

Ukrainischer Offizier glaubt Feind „in Panik“

Die ukrainische Armee hatte zu Beginn der Woche eine Gegenoffensive im Gebiet Charkiw begonnen und dabei massive Geländegewinne erzielt. Der ukrainische Generalstab bezifferte diese auf über 3000 Quadratkilometer. Ein ukrainischer Offizier kommentierte im „Spiegel“ den russischen Rückzug: „Ich glaube, der Feind gerät in Panik.“

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Militär-Experten sagen: Die Russen wollten einer Einkesselung entfliehen. Allerdings hätten sie nicht mit der ukrainischen Taktik gerechnet, die diese als „Strategie der 1000 Bienenstöcke“ bezeichnen – kein Frontalangriff, sondern viele kleine. Das Lagebild des britischen Verteidigungsministeriums indes zeigt, dass die ukrainischen Erfolge vor allem dort stattfanden, wo die russischen Truppen schwach aufgestellt waren. Der Krieg ist noch lange nicht vorbei. (km/dpa)

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