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Das 9-Euro-Ticket war im Sommer der Renner an den Fahrkartenautomaten. Kommt jetzt endlich eine Nachfolge? (Symbolbild)
  • Das 9-Euro-Ticket war im Sommer der Renner an den Fahrkartenautomaten. (Symbolbild)
  • Foto: IMAGO / Emmanuele Contini

Pläne durchgesickert: Ist das die 9-Euro-Ticket-Nachfolge?

Das 9-Euro-Ticket gehörte zu den großen Verkaufsschlagern dieses Sommers. Ende August lief das Schnäppchenticket nach drei Monaten aus. Eine Nachfolge gibt es bisher nicht, die Gespräche zwischen Bund und Ländern laufen noch. Doch jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

Seit Mittwoch beraten die Verkehrsminister des Bundes und der Länder in Bremerhaven. Hoch im Kurs als Nachfolge des beliebten 9-Euro-Tickets steht offenbar ein bundesweites 49-Euro-Ticket. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das der MOPO vorliegt.

Kommt jetzt das „Klimaticket Deutschland“?

Das sogenannte „Klimaticket Deutschland“ soll demnach im Jahresabo erhältlich sein und sowohl in digitaler als auch in analoger Form verkauft werden. Kinder bis 6 Jahre sollen kostenfrei mitreisen dürfen. Allerdings: Die 49 Euro sind dem Papier zufolge nur ein „Startpreis“, um möglichst früh möglichst viele Menschen zum Kauf zu bewegen. Auch eine hohe Klimawirkung versprechen sich die Minister von dieser Lösung.

Offen ist aber, ob es bei der Verkehrsministerkonferenz, die am Donnerstag endet, zu einer Einigung kommt. Einige Bundesländer würden einen Abopreis von 69 Euro bevorzugen. Dazu käme ein 29-Euro-Sozialticket, das auch für Studierende und Schüler:innen gelten würde. Auch das sei noch „extrem günstig“. Start des Angebots wäre im kommenden Jahr. Auch die Frage der Finanzierung könnte die Einführung des „Klimatickets Deutschland“ auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

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Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte vor Beginn der Konferenz im NDR ein 49-Euro-Ticket als seinen „Wunsch“ bezeichnet. „Ich halte das auch für finanzierbar.“ Allerdings gebe es noch „keine Einigung zwischen Bund und Ländern, weder über den Zeitpunkt, noch über einige Details des Tickets“.

In der vergangenen Woche hatten sich Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Regierungschefs der Länder nicht auf eine Lösung einigen können. Die Bundesregierung hatte sich bereit erklärt, für ein dauerhaftes bundesweites Nahverkehrsticket jährlich 1,5 Milliarden Euro extra zu geben, wenn die Länder mindestens den gleichen Betrag beisteuern. Als Ziel war ein Preis zwischen 49 und 69 Euro im Monat genannt worden. Regulär finanziert die Ampel-Koalition in diesem Jahr Regionalisierungsmittel von 9,4 Milliarden Euro, dazu noch eine Milliarde aus einem anderen Topf.

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