• Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD)
  • Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

„Peinlich, ganz ehrlich“: Lauterbach kritisiert Wagenknecht für Corona-Aussage

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und die ehemalige Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht sind beim Thema Corona-Schutzimpfung aneinander geraten – wieder einmal.

Wagenknecht kritisierte auf Twitter, dass Geimpften mit der 2G-Regel eine falsche Sicherheit suggeriert werde. Sie unterlegte ihre Aussage mit einem Zitat des Virologen Alexander Kekulé. Dieser hatte in einem Interview gesagt, „dass die Ansteckungsgefahr bei vorsichtigen Ungeimpften geringer ist als bei denjenigen Geimpften, die glauben, ihnen könne nichts passieren.“ Das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ berichtete zuerst.

Lauterbach kommentiert Wagenknechts Tweet

Lauterbach griff den Tweet der Linken-Politikerin auf – und bezeichnete ihn als „peinlich“. „Der ‚vorsichtige Ungeimpfte‘ existiert nicht“, stellte Lauterbach klar. Wer sich nicht impfen lasse, sei „grundsätzlich nicht vorsichtig“. Denn: „Er riskiert das Leben anderer Menschen.“

Lauterbach und Wagenknecht sind bereits zuvor aneinander geraten: Anfang November trafen die beiden Politiker in der Sendung „Anne Will“ aufeinander. Wagenknecht drückte dabei unter anderem ihre Sorge über Nebenwirkungen und Langzeitfolgen einer Corona-Schutzimpfung aus.


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Zudem irritierte sie mit Aussagen, dass ein gesunder Mittdreißiger ein geringes Risiko hätte, an Covid-19 zu erkranken. Die Existenz von Langzeitfolgen nach einer Corona-Erkrankung bezweifelte sie hingegen in der Sendung.

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Lauterbach konnte nicht mehr an sich halten und erwiderte: „Sie erzählen Unsinn! Das ist eine Krankheit, die auch bei Mittdreißigern gefährlich ist.“ Den Sorgen über Langzeitfolgen einer Impfung widersprach Lauterbach: Es sei noch nie so gewesen, dass eine Nebenwirkung sehr spät aufgetreten ist. (vd)

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