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Supermarkt
  • Besonders Lebensmittel werden in den nächsten Monaten noch teurer werden.
  • Foto: imago images/Rolf Poss

Inflation steigt, Preise explodieren – besonders bei Lebensmitteln

Bb Toastbrot, Hundefutter oder Spülmittel – gefühlt ist in letzter Zeit so ziemlich alles teurer geworden. Und es wird nicht besser. Im Gegenteil: Immer mehr Firmen wollen in den kommenden drei Monaten ihre Preise erhöhen. Dazu steigt die Inflation so extrem, wie seit 40 Jahren nicht mehr. Schlechte Aussichten für Verbraucher…

Das Institut für Wirtschaftsforschung, kurz Ifo, fragt bei Unternehmen jeden Monat nach, ob sie ihre Preise erhöhen wollen. Die Antwort war in diesem Monat so häufig wie noch nie zuvor: Ja! Der Index der Preiserwartung erreichte mit 54,6 Punkten im März den absoluten Höchstwert. Im Vergleich zum Februar stieg der Index um sieben Punkte.

Inflation so hoch wie seit 40 Jahren nicht

Und schon jetzt ist die Inflation extrem hoch: Das Statistische Bundesamt gab bekannt, dass die Verbraucherpreise im März um 7,3 Prozent höher als vor einem Jahr liegen. Das ist die höchste Inflationsrate im wiedervereinigten Deutschland. In den alten Bundesländern gab es einen so hohen Wert zuletzt im November 1981 nach der zweiten Ölpreiskrise. Höhere Inflationsraten schmälern die Kaufkraft – weil man sich für einen Euro dann weniger leisten kann.


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Seit Monaten treiben die Energiepreise die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum nach oben, der Ukraine-Krieg hat den Trend noch verschärft. Die Wirtschaftsweisen rechnen für das Jahr 2022 mit 6,1 Prozent Inflation in Deutschland.

Preissteigerungen fast überall im Einzelhandel

Besonders an der Supermarktkasse werden wir in nächster Zeit tiefer ins Portemonnaie greifen müssen: Die weiteren Preissteigerungen sind laut Ifo nämlich besonders im konsumnahen Bereich zu erwarten. Im Nahrungsmitteleinzelhandel zum Beispiel liegt der Wert bei 94. Das bedeutet, dass die allermeisten Befragungsteilnehmer aus dieser Branche Preiserhöhungen planen. Der Wert errechnet sich nämlich aus dem Anteil der Firmen, die Preise erhöhen wollen minus dem Anteil, der die Preise senken will. Er wird allerdings noch um Saisoneffekte bereinigt. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe“, erklärt Ifo-Experte Wollmershäuser.

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Und Friedrich Heinemann vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung – prophezeit: „Die Inflationswerte der kommenden Monate werden noch sehr starke Nerven erfordern. Die Botschaft muss lauten: Der Ukraine-Krieg macht uns alle ärmer und ein Kaufkraftverlust ist ökonomisch unvermeidbar.“ (dpa/miri)

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