Julia Klöckner
  • Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) fährt besonders verbrauchsstarke Dienstwagen.
  • Foto: picture alliance/dpa | Gregor Fischer

Dienstwagen als Dreckschleudern: Glaubwürdig geht anders

Wasser predigen und Wein saufen, nennt das der Volksmund: Viele Dienstwagen der Bundesminister entsprechen in Sachen Verbrauch und Klimafreundlichkeit ganz und gar nicht dem Ideal. Während die meisten Minister inzwischen wenigstens etwas auf die Umwelt zu achten scheinen, verhält sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) so, als habe sie vom Beitrag des Verkehrs zum Klimawandel noch nie etwas gehört.

Dienstwagenflotte der Bundesregierung
Mehr als früher, aber bei weitem noch immer nicht alle Dienstwagen der Bundesregierung können als umweltfreundlich bezeichnet werden.

Bis zu einem gewissen Grad gilt das aber auch für die gesamte Regierung Merkel: Dass die Quote der Elektroautos in der Dienstwagenflotte der Ministerien gerade mal bei 1,24 Prozent liegt, ist ein erschreckend schlechter Witz. Schließlich wird uns die Technologie seit Jahren als die Zukunft der Mobilität angepriesen.

Dienstwagen stehen symbolisch für die Umweltpolitik

Die Dienstwagen stehen stellvertretend für die gesamte Umweltpolitik der scheidenden Bundesregierung: Sie redet viel über die Erderhitzung, aber wenn es ans Eingemachte geht, handelt sie nur halbherzig.

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Dabei können Politiker die Bevölkerung auf dem steinigen Weg in eine – dringend notwendige – nachhaltigere Gesellschaft nur „mitnehmen“, wenn sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Alles andere ist nicht glaubwürdig und damit auf Dauer zum Scheitern verurteilt.

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