Assange
  • Julian Assange sitzt seit zweieinhalb Jahren in einem britischen Gefängnis, davor verbrachte er sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft.
  • Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Dominic Lipinski

Assange erlitt im Gefängnis Schlaganfall

Für die einen ist er ein Landesverräter, für andere ein radikaler Aufklärer: Wiki-Leaks-Gründer Julian Assange kämpft seit bald zehn Jahren gegen seine Auslieferung an die USA. Das bleibt offenbar nicht ohne Auswirkungen auf die Gesundheit des 50-Jährigen.

Laut den Angaben der Assange-Verlobten Stella Moris hat der in Großbritannien inhaftierte Australier am 27. Oktober einen leichten Schlaganfall erlitten – an dem Tag, an dem die USA gegen ein in Großbritannien gerichtlich verfügtes Auslieferungsverbot in Berufung gegangen waren.

Julian Assange erlitt im Gefängnis Schlaganfall

Laut der „Mail on Sunday“ handelte es sich um eine sogenannte transitorische ischämische Attacke, bei der die Blutversorgung des Gehirns zeitweise unterbrochen wird. Die Folgen: ein hängendes rechtes Augenlid, Gedächtnisverlust und neurologische Schäden.


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Moris, mit der Assange zwei Kinder hat und die zu seinem Anwaltsteam gehört, fürchtet nun einen schweren Schlaganfall. „Ich denke, dieses ständige Schachspiel, Kampf nach Kampf – der extreme Stress ist es, der Julians Schlaganfall ausgelöst hat“, sagte sie.

Auslieferungsverbot durch Berufungsgericht gekippt

Tatsächlich steht Assange weiterer Stress bevor: Am Freitag hatte ein britisches Berufungsgericht das Auslieferungsverbot an die USA aufgehoben, der Fall geht nun an ein Londoner Bezirksgericht, das innerhalb eines Monats entscheiden muss. In den USA drohen dem Polit-Aktivisten bis zu 174 Jahre Gefängnis.

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Assange hatte geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan veröffentlicht – darunter das grausame Helicopter-Video „collateral murder“ aus dem Irak.

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