Mann mit Ipad
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  • Ein Mann mit einem Tablet (Symbolbild)
  • Foto: imago images/PhotoAlto

„Wie zerstückle ich eine Leiche?“ Google-Suchen entlarven mörderischen Ehemann

„In welchem Bundesstaat ist die Scheidung für einen Mann am günstigsten?“, „Wie zerstückle ich eine Leiche?“, „Wie entsorge ich einen Toten?“, „Kann ich auch ohne Leiche für einen Mord angeklagt werden?“ Diese Google-Suchen führten US-Ermittler auf die Spur eines mörderischen Ehemanns.

Brian Walshe schrieb mit seinen Suchanfragen quasi das Drehbuch für sein Verbrechen. Doch offenbar war ihm eine Scheidung dann doch zu teuer – er entschied sich dafür, seine Ehefrau und die Mutter der drei gemeinsamen Kinder umzubringen.

Jetzt steht der 47-Jährige am Quincy District Court nahe Boston wegen Mordes vor Gericht. Er soll seine Frau Anna Walshe umgebracht und ihren toten Körper entsorgt haben. So, wie es ihm im Internet empfohlen wurde.

Laut den Ermittlern hat Walshe seine Frau in den frühen Morgenstunden des 1. Januar angegriffen und totgeschlagen. Ermittlern sagte er später, die 39-Jährige sei mitten in der Nacht wegen eines „beruflichen Notfalls“ aus dem Haus geeilt. Eine Lüge, da ist die Staatsanwaltschaft sicher.

Mutmaßlicher Mörder googelte, wie man Blutflecken vom Boden entfernen kann

Kurz vor fünf Uhr morgens soll er auf dem Ipod seines Sohnes angefangen haben, zu googeln. Erste Anfrage: „Wie lange dauert es, bis eine Leiche unangenehm riecht?“ Bis zum nächsten Mittag gingen die Anfragen weiter, er suchte sogar nach dem besten Mittel, um Blutflecken von einem Holzfußboden zu entfernen.

„Die Suchen waren wesentlich, um die Einzelteile der Tat zusammenzufügen“, erklärte die Verteidigerin Misty Marris dem Sender CNN. Aufgrund von Walshes Google-Suchverlauf sichteten die Ermittler Überwachungsmaterial im Umkreis von größeren Müllcontainern. Erfolgreich! Gleich zwei Behälter lieferten Beweise: Sie zeigten, wie der 47-Jährige große Pakete aus dem Kofferraum zog und entsorgte.

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In einem Fall kamen die Ermittler zu spät – der Container war bereits entleert worden. Doch im zweiten waren sie erfolgreich. In einem Müllsack fanden sie eine Axt mit Blutflecken, Reinigungsmittel, Stiefel, ein blutiges Messer und die Prada-Handtasche von Anna Walshe, die noch ihren Impfausweis enthielt. Ein Szenario wie in einem Horrorfilm – doch diese Tat ist blutige Realität.

Brian Walshe sitzt in Untersuchungshaft, der Prozess wird fortgeführt.

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