Schriftsteller Stephen King
Schriftsteller Stephen King
  • Stephen King ist heute ein Bestsellerautor, dessen Lesungen ausverkauft sind – aber das war nicht immer so.
  • Foto: picture alliance/dpa/Invision/AP | Evan Agostini

Erfolglose Autorin twittert enttäuscht – und plötzlich meldet sich Stephen King

Als Chelsea Banning, Erstautorin, einen enttäuschten Tweet schrieb, weil keiner zu ihrer Lesung kommt, konnte sie nicht mit der überraschenden Unterstützung rechnen, die sie von sehr berühmten Schriftstellern erhalten würde. Die zeigten sich solidarisch und erzählten sogar von peinlichen Momenten.

Am 4. Dezember twitterte Chelsea Banning frustriert: „Nur zwei Leute sind gestern bei meiner Signierstunde aufgetaucht, das hat mich ziemlich deprimiert. Vor allem da 37 Leute zugesagt hatten, zu der Veranstaltung zu kommen. Ich bin irgendwie verärgert, ehrlich gesagt, und auch ein wenig peinlich berührt davon.“

Es dauerte nicht lang und ihr trauriger Tweet brachte eine Welle an Sympathiebekundungen – und viele Anekdoten ähnlicher Scheiter-Momente ins Rollen.

Schriftstellerin Margaret Atwood: „Willkommen im Club“

Die britische Schriftstellerin Margaret Atwood, Autorin der „Handmaid’s Tales“, schrieb als eine der Ersten: „Willkommen im Klub. Ich habe eine Signierstunde gemacht, zu der niemand kam, außer einem Typen, der Klebeband kaufen wollte und dachte, ich wäre die Aushilfe.“

Der britische Fantasy- und Comic-Autor und inzwischen unheimlich erfolgreiche Neil Gaiman, („Sandman“, „American Gods“) schrieb, Banning sei mit zwei Gästen sogar erfolgreicher als er gewesen: „Als Terry Pratchett und ich mal eine Signierstunde in Manhattan für ‚Good Omens‘ hatten, kam überhaupt niemand. Du bist uns da also immer noch zwei Leute voraus.“

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Stephen King, bekannt durch seine Horror- und Fantasyromane („Friedhof der Kuscheltiere“, „Es“) hatte eine besonders skurrile Signiertsunde in den Siebziger Jahren, die er ebenfalls mit Banning teilte: „Bei meiner ersten Signierstunde zu ‚Brennen muss Salem‘ kam genau ein Kunde. Ein Junge, der mich fragte: ‚Hey Kumpel, weißt du, ob’s hier ein paar Nazi-Bücher gibt?‘“

Nur nach dem Klo gefragt anstatt nach dem Autogramm

Viele andere bekannte Schriftsteller twitterten ebenfalls ihre peinlichsten Momente. Der britische Schriftsteller David Nichols etwa erinnerte sich an eine Lesung, in der die Mitarbeiter des Buchladens so taten als seien sie Kunden, damit er sich nicht so schlecht fühlte. Ein anderer Autor gibt zu, es sei nur eine Person da gewesen und die hätte ihn nach dem Klo gefragt.

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Aber nicht nur Schriftsteller nahmen Bannings Tweet auf: Schauspieler Henry Winkler (The Fonz aus „Happy Days“) schrieb ihr: „Das ist am Anfang so. Und dann geht es los“. Raplegende Flavor Flav („Public Enemy“) twitterte:„Yo! Ich bin hier um deine zweite Lesung hochzuhypen!“

Das mit der zweiten Lesung steht zwar noch in den Sternen, aber die vielen Reaktionen der Promis haben die erfolglose Lesung zumindest wettgemacht: Die Verkaufszahlen von Chelsea Bannings Buch „Of Crowns and Legends“ über König Artus‘ Zwillingskinder sind seitdem sehr hochgeschnellt. (uta)

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