Helen Macdonald, Besitzerin des Alpakas „Geronimo“, steht mit Unterstützern zur Rettung von dem Alpaka auf der Shepherds Close Farm.
  • Helen Macdonald, Besitzerin des Alpakas „Geronimo“, steht mit Unterstützern zur Rettung von dem Alpaka auf der Shepherds Close Farm.
  • Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Jacob King

Warum eine Behörde ein krankes Alpaka beschlagnahmt

Das angeblich tödlich erkrankte Alpaka Geronimo ist in England vom Agrarministerium beschlagnahmt worden. Das Gericht hatte entschieden, dass das Tier noch diese Woche eingeschläfert werden müsse.

Ein gutes Dutzend Polizisten schirmte am Dienstag mehrere Mitarbeiter des Ministeriums gegen Demonstranten ab, wie die Zeitung „The Sun“ berichtete. Dabei sei eine Frau festgenommen worden, die mit einer Wasserpistole einen Beamten angespritzt habe. Wie die „Sun“ schrieb, sollte das Tier noch am Dienstag getötet werden.

Das Testergebnis ist positiv, doch der Besitzer ist anderer Meinung

Geronimo ist laut Testergebnissen an der ansteckenden Rindertuberkulose erkrankt. Seine Besitzerin ist aber davon überzeugt, dass das Tier gesund ist, und verlangt einen weiteren Test. Ein Gericht hatte in dem Streit gegen Geronimo geurteilt und dem Ministerium eine Frist bis zum 4. September gesetzt, das Tier einzuschläfern. Da sich sowohl die Besitzerin als auch ihr Tierarzt weigerten, dem Beschluss nachzukommen, rückte nun die Polizei an.

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Der Streit hatte Großbritannien tagelang beschäftigt und selbst die Familie von Premierminister Boris Johnson erreicht. Dessen Vater Stanley Johnson hatte sich auf die Seite des Alpakas geschlagen. Fast 150.000 Menschen forderten in einer Petition, Geronimo zu retten. Die Regierung aber blieb hart. Rindertuberkulose ist ein ernsthaftes Problem für britische Landwirte. (mp/dpa)

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