eine Kaspische Robbe liegt am Strand
eine Kaspische Robbe liegt am Strand
  • Die Kaspische Robbe gehört zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. Nun wurden tausende tote Tiere gefunden. (Archivfoto)
  • Foto: dpa/NABU

Tierdrama in Russland: Tausend tote Robben gefunden

Nach dem Fund von rund 2500 toten Robben am Kaspischen Meer in der russischen Teilrepublik Dagestan ist die Ursache für das größte Massensterben seit zehn Jahren unklar.

Wissenschaftler würden die Kadaver der geschützten Tiere derzeit obduzieren, sagte die Leiterin der russischen Naturschutzbehörde Rosprirodnadsor, Swetlana Radionowa, am Montag im Moskauer Fernsehkanal Rossija-24. Es gebe Hinweise darauf, dass die Tiere an Sauerstoffmangel verendet seien. Details nannte sie nicht.

Die Untersuchungen zum Tod der Robben dauerten an. Es gebe keine Anzeichen äußerer Gewaltanwendung etwa durch Wilderer, hieß es.

Kaspische Robbe gehört zu den vom Aussterben bedrohten Arten

An dem größten Salzsee der Erde werden jedes Jahr viele Kadaver verendeter Robben gefunden. Im Rückblick der vergangenen Jahre ist aber die Rede von Hunderten und nicht – wie jetzt – von Tausenden toten Exemplaren. Regierungsnahe Umweltexperten forderten eine Aufklärung des Massensterbens. Behörden hatten die Zahl der gefundenen Kadaver am Wochenende mehrfach nach oben korrigiert. Sie schlossen nicht aus, dass sie sich noch deutlich erhöht.

„Das ist das größte Massensterben der Kaspischen Robbe der vergangenen zehn Jahre. Die Gründe werden ermittelt nach der Durchführung der Laboruntersuchungen des pathologischen Materials der toten Tiere“, teilte das dagestanische Naturschutzministerium in der Hauptstadt Machatschkala am Sonntag mit.

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Die Kaspische Robbe gehört zu den vom Aussterben bedrohten Arten und steht unter besonderem Schutz. Ihr Bestand ist in den vergangenen 100 Jahren laut Tierschützern um rund 90 Prozent zurückgegangen – auch wegen der zunehmenden Verschmutzung des Kaspischen Meeres, wo etwa Öl gefördert wird. Die Tiere sterben nach Angaben von Experten durch Öllecks, Wilderei und Überfischung. (dpa)

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