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Reisewarnung, Maskenpflicht : Das ist bei Reisen ins europäische Ausland zu beachten

Amerika, Russland, der australische Bundesstaat Victoria – diese und etwa 130 weitere Regionen und Staaten gelten derzeit als Corona-Risikogebiete. Rückkehrer sind dazu verpflichtet, sich testen zu lassen. Viele Urlaubsfreudige entscheiden sich deshalb für eine Reise in ein europäisches Land, wo ihnen diese Maßnahme in den meisten Fällen erspart bleibt. Doch aufgrund von steigenden Infektionszahlen wurden nun auch in Europa vielerorts die Regeln verschärft. Ein Überblick.

Auch für einige Regionen in Europa haben das Robert-Koch-Institut und das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgesprochen. Dazu zählen Teile Bulgariens, zum Beispiel die Touristenhochburg Warna mit dem Goldstrand. Vor einer Reise in die rumänische Hauptstadt Bukarest sowie große Teile des Landes wird ebenfalls gewarnt und auch Luxemburg ist seit dem 14.Juli als Risikogebiet eingestuft.

Corona: Mallorca ist nun Risikogebiet

Für ganz Spanien – ausgenommen die Kanaren – gilt seit dem 14. August eine Reisewarnung. Auch die beliebte Urlaubsinsel Mallorca ist davon betroffen. Die Türkei gilt, bis auf die Provinzen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya, voraussichtlich bis zum 31. August als Risikogebiet.

Doch selbst wenn eine Reise in ein Land grundsätzlich ohne Einschränkungen möglich ist, gibt es dennoch spezielle Regeln der jeweiligen Regierungen. Eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen gibt es so gut wie in jedem europäischen Land, ausgenommen Finnland sowie Island, den meisten Kantonen der Schweiz und Dänemark, in denen nur in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht gilt.

Urlaub in Europa: Maskenpflicht unter freiem Himmel?

Einige europäische Länder gehen in Sachen Maskenpflicht noch einen Schritt weiter. So gilt in Brüssel, in vielen französischen Städten wie zum Beispiel Paris, in Teilen Rumäniens und in Spanien sogar unter freiem Himmel die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. In Italien muss eine solche zwischen 18 Uhr und 6 Uhr des Folgetages auf vollen Plätzen und vor Lokalen getragen werden und in den Niederlanden auf belebten Plätzen sowie im Rotlichtviertel. Portugal schreibt für einige Regionen, wie zum Beispiel Madeira, ebenfalls eine Maskenpflicht im Freien vor.  

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In Griechenland müssen alle Tavernen, Diskotheken und Bars spätestens um 24 Uhr schließen, Versammlungen mit über 50 Personen sind untersagt. In Italien sind die Discos komplett dicht, größere Ansammlungen ebenfalls verboten und auch in Spanien gibt es angesichts der hohen Anzahl an Neuinfektionen kaum noch ein Nachtleben – Clubs, Diskotheken und Live-Musik fallen weg.

Corona: Quarantänepflicht für deutsche Urlauber in Island

Welche Einschränkungen sind sonst noch zu beachten? Island fordert seit dem 19. August von Einreisenden zwei negative Corona-Tests. Der eine wird bei der Ankunft gemacht, der andere fünf bis sechs Tage danach – in der Zwischenzeit gilt Quarantänepflicht. In Griechenland, Kroatien, Zypern und Portugal muss man vor der Ankunft Angaben zu seinem Zielort und zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts machen, Spanien verlangt von den Urlaubern, ein Online-Formular auszufüllen.

Mallorca (1)

An diesem Strand wird es bald deutlich leerer sein: Das Auswärtige Amt hat die beliebte Urlaubsinsel Mallorca angesichts hoher Infektionsraten zum Risikogebiet erklärt

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dpa

Wer eine Reise nach Frankreich plant, sollte außerdem beachten, dass die Anzahl der Tickets für beliebte Ausflugsziele wie das Louvre und den Eiffelturm stark limitiert wurde und in der Regel eine Vorabreservierung nötig ist.

Urlaubziele in Corona-Zeiten: Europäische „Geheimtipps“

Finnland, Slowenien, Portugal, Österreich, die Slowakei, Irland, Zypern und die Schweiz – ausgenommen der von hohen Fallzahlen betroffenen Stadt Genf – sind dagegen echte „europäische Geheimtipps“ in Corona-Zeiten. Sie alle punkten mit vergleichsweise geringen Infektionsraten sowie teilweise unterschätzten Urlaubsregionen.

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Wer ganz auf Nummer sicher gehen und vor allem sich und andere schützen möchte, für den tut es in diesem Jahr vielleicht auch der Urlaub im eigenen Land.

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