Querdenken Ungeimpft Arzt
  • Eine „Ungeimpft“-Armbinde auf einer Querdenken-Demo. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Protest gegen Testpflicht: Arzt kommt mit „Ungeimpft“-Armbinde zur Arbeit

Arzt als Impfverweigerer: In einer Klinik in Essen hat ein Oberarzt offenbar versucht, mit einer selbst gebastelten Armbinde, auf der „Ungeimpft“ stand, ein Statement zu setzen. Der Mann scheint damit jedoch nicht der einzige impfskeptische Mediziner in der Ruhrpott-Stadt zu sein.

Wie die „WAZ“ berichtet, soll der Oberarzt des St.-Josef-Krankenhauses am Freitag mit der Armbinde auf der Arbeit erschienen sein. In großen schwarzen Lettern habe auf gelbem Untergrund „Ungeimpft“ gestanden. Mutmaßlich wollte der Mann damit gegen die „engmaschige“ Testpflicht von ungeimpften Mitarbeiter:innen des Krankenhauses protestieren.

Arzt trägt „Ungeimpft“-Armbinde in Essener Krankenhaus

Ähnliche Armbinden sind auch immer wieder auf den Querdenken-Demos zu sehen – und sind klar an die Kennzeichnung von Jüd:innen in der Nazizeit, dem sogenannten Juden-Stern, angelehnt.

Gegenüber der „WAZ“ bedauerte Klinik-Sprecherin Corinna Bach den Vorfall. Man respektiere „natürlich“ das subjektive Empfinden des Mitarbeiters. „Allerdings ist der Ort, seinen Protest zu äußern, nicht akzeptabel und wird auch von Seiten der Krankenhausleitung nicht toleriert“, so Bach.

Wie die Zeitung weiter berichtet, soll es an der Uniklinik in Essen 12 Prozent ungeimpftes Personal geben, darunter auch Ärzte. Die Uniklinik ergriff daher auch jüngst die Maßnahme, nur geimpftes Personal einzustellen.

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Ärzt:innen und anderes medizinisches Personal stellen die wohl vulnerabelste Gruppe in Sachen Corona-Impfschutz dar. Von vielen Seiten wird deswegen immer wieder eine Impfpflicht für sie gefordert – bisher gibt es sie in Deutschland aber noch nicht. (alp)

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