Ein Wagen der Kriminalpolizei steht in dem Waldstück bei Oranienburg.
  • Ein Wagen der Kriminalpolizei in der Nähe des Leichenfundortes in einem Wald bei Oranienburg.
  • Foto: (c) dpa

Nach Leichenfund in Nazi-Bunker: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Nach dem Fund einer toten 26-jährigen Frau in eines Bunkers nördlich von Berlin hat die Polizei in Brandenburg einen Mann festgenommen. Besucher der Anlage aus der Nazizeit in einem Waldgebiet bei Oranienburg hatten den leblosen Körper gefunden und die Polizei alarmiert. Es handelt sich bei der Toten um eine junge Mutter aus Oranienburg, die seit Tagen vermisst wurde.

Bei der festgenommenen Person soll es sich um den Ex-Freund der Getöteten, einen 29-jährigen Oranienburger, handeln, wie die Staatsanwaltschaft Neuruppin auf Anfrage am Mittwoch bestätigte. Der Mann ist den Angaben zufolge am späten Dienstagabend festgenommen worden. Er soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Inwiefern sich der Mann bereits zu den Vorwürfen geäußert habe, wollte die Staatsanwaltschaft nicht bekannt geben. Er habe aber bislang kein Geständnis abgelegt.

Leichenfund bei Berlin: Obduktion bestätigt gewaltsamen Tod

Am Mittwoch hatte die Obduktion der Leiche die Vermutung der Ermittler bestätigt: Das 26-jährige Opfer starb eines gewaltsamen Todes. Die Ermittler gehen nicht von einem Sexualdelikt aus.

„Für eine Vergewaltigung haben wir keine Spuren gefunden“, sagte der Sprecher der Neuruppiner Staatsanwaltschaft, Torsten Sauermann. Dem Ergebnis der Untersuchungen zufolge starb die junge Frau kurz nach ihrem Verschwinden.

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Eine Familienangehörige hatte die 26-Jährige am Samstag als vermisst gemeldet. Am Donnerstag wurde die junge Mutter zuletzt am Oranienburger Bahnhof gesehen. Ihr Fahrrad, mit dem sie an dem Tag unterwegs gewesen sein soll, fanden die Ermittler in der Nähe des Bunkers.(dpa/prei)

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