• Mitglieder der Feuerwehr stehen nach einer Flutwelle in der Höllentalklamm bereit, um im Notfall Opfer aus dem Fluss Hammersbach zu bergen. Am Fuß der Zugspitze liegt die bei Wanderern beliebte Höllentalklamm.
  • Foto: picture alliance/dpa | Peter Kneffel

Nach Flutwelle an Zugspitze: Frau tot, Partner vermisst

Nach der katastrophalen Flut in der Höllentalklamm bei Garmisch-Partenkirchen wurde am Dienstag eine Frau tot aus den Fluten geborgen und konnte identifiziert werden. Nun wird vermutet, dass es sich bei dem zweiten Vermissten um ihren Lebenspartner handelt. Eine weitere Suchaktion sei für den kommenden Montag geplant.

Bei der Sturzflut in der Höllentalklamm am Fuß der Zugspitze ist eine 33 Jahre alte Frau aus Lichtenfels in Oberfranken ums Leben gekommen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei der weiter vermissten Person um ihren 34 Jahre alten Lebenspartner aus dem Landkreis Coburg handele, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Donnerstag mit.

Gesuchte Frau tot aus den Fluten geborgen

Am vergangenen Montag waren nach schwerem Regen Wassermassen durch die Höllentalklamm und das darüber liegende Tal gerauscht. Die Identität der am Dienstag tot aus den Fluten geborgenen Frau habe sich durch rechtsmedizinische wie auch kriminaltechnische Untersuchungen bestätigt, hieß es nun. Die Angehörigen der beiden würden von Seelsorgern und der Polizei betreut.

Allerdings wurde die Suche nach dem Vermissten am Donnerstag nicht mehr aufgenommen. Es sei aber eine erneute Suchaktion in dem Gebiet bei Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen für kommenden Montag geplant.

Unfallhergang soll nachrekonstruiert werden

Die Ermittler sind nun dabei, den genauen Unfallhergang in dem Wandergebiet zu rekonstruieren, wie der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag, sagte. Noch immer sei nicht ganz klar, wie sich das Unglück ereignete.

Am Mittwoch hatten Helfer viereinhalb Stunden lang erneut das Gebiet abgesucht. „Es gab ein paar Stellen, an denen man gemeint hat, es könnte ein menschlicher Körper im Wasser sein“, sagte Sonntag. An einer Stelle etwa sei ein Schatten gesichtet worden. Die Suche blieb ohne Erfolg. An den Vortagen waren zeitweise über 150 Retter im Einsatz.

Zwei Menschen wurden mit einer Brücke in die Fluten gezogen

Um 15.45 Uhr am Montag war der Notruf bei der Polizei eingegangen. Anrufer berichteten immer wieder von einer Flutwelle im Hammersbach im Höllental. Zeugen berichteten ferner, dass zwei Menschen von den Wassermassen mitsamt einer Brücke mitgerissen worden seien. Sie sollen sich zu dieser Zeit auf einer Brücke oberhalb der Höllentalklamm befunden haben.

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Am Montagabend nach dem Unglück schafften es Rettungskräfte, insgesamt acht Menschen aus der Klamm zu retten. Sie waren von den Wassermassen eingeschlossen gewesen. (mp/dpa)

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