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Mola Adebesi, Oliver Pocher, Christoph Daum und Claus Strunz bei Felix Sturm
  • Oliver Pocher (2.v.l.) verfolgte den Boxkampf von Felix Sturm gemeinsam mit Ex-VIVA-Moderator Mola Adebisi, Christoph Daum und Claus Strunz (v.l.).
  • Foto: imago/osnapix

Nach Ohrfeige für Oliver Pocher: Jetzt wird heftig gestritten

Wer trägt die Schuld für die Attacke auf den Comedian Oliver Pocher (44) am Rande eines Boxkampfes in Dortmund? Boxpromoter und Hallenbetreiber schieben sich gegenseitig die Schuld zu, wie es eigentlich dazu kommen konnte.

„Das war ein Totalversagen des Sicherheitsdienstes. Ich kann Ihnen versichern, dass ich nie wieder in der Dortmunder Westfalenhalle veranstalten werde“, sagte Boxpromoter Ludger Inholte in einem „Spiegel“-Interview am Montag.

Nach Pocher-Ohrfeige: Box-Veranstalter gibt Betreiber die Schuld

„Ich durfte nicht meinen eigenen Catering-Partner mitbringen, ich durfte die Programmhefte nicht eigenständig verkaufen, und schließlich – und das ist der Grund für diese Eskalation – durfte ich nicht mit der Security-Firma meiner Wahl zusammenarbeiten“, so der Box-Veranstalter.

Die Westfalenhallen Unternehmensgruppe wies die Vorwürfe am Montag scharf zurück. „Die Aussagen des Veranstalters sind falsch und nicht haltbar“, sagte Unternehmenssprecher Robin Uhlenbruch der Deutschen Presse-Agentur.

Hallenbetreiber weist Vorwürfe von sich

Der Boxpromoter habe „selbstverständlich“ die Möglichkeit gehabt, ein Sicherheitsunternehmen seiner Wahl „für sensible Bereiche wie zum Beispiel die VIP-Area einzusetzen“. Inholte habe dafür einen Sicherheitsdienst selbst beauftragt und kurzfristig wieder storniert.


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Nur für die weiteren Besucherbereiche arbeite die Westfalenhalle mit einem „festen und bewährten Ordnungsdienstpartner“ zusammen, um die rechtlichen Vorgaben umzusetzen, so Uhlenbruch. „Die Bilder zeigen eindrücklich, dass der Sicherheitsdienst sofort eingegriffen hat, um Oliver Pocher vor weiteren Attacken zu schützen.“

Möglicherweise geplante Tat?

Zudem legen die Bilder nahe, dass es sich um eine gezielte und geplante Tat handelte. „Die Aussagen des Veranstalters entbehren in allen Punkten jeglicher Grundlage.“ Die Westfalenhalle behalte sich rechtliche Schritte vor.

Nach dem Angriff auf Pocher wird gegen einen Mann wegen Körperverletzung ermittelt. Er soll den 44-jährigen Entertainer („Pocher – gefährlich ehrlich!“) ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen haben. Am Samstagabend um 23.48 Uhr sei die Polizei von dem Vorfall verständigt worden.

Dortmunder Polizei ermittelt gegen Schläger

„Wir haben noch in der Nacht ein Ermittlungsverfahren eingeleitet“, hatte der Dortmunder Polizeisprecher Peter Bandermann am Sonntag gesagt. Die verschiedenen Videos zu dem Vorfall würden als Beweis gesichert.

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Der Angreifer war laut Medienberichten ein Rapper. Dieser habe den Angriff später über Instagram mit seiner Abneigung gegen Pocher begründet, berichten Zeitungen. Am Sonntagmittag war das Instagram-Profil des Rappers nicht mehr abrufbar. (sd/dpa)

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