Menschen steigen in eine U-Bahn an einem japanischen Bahnhof. (Symbolbild)
Menschen steigen in eine U-Bahn an einem japanischen Bahnhof. (Symbolbild)
  • Menschen steigen in eine U-Bahn an einem japanischen Bahnhof. (Symbolbild)
  • Foto: dpa | Lars Nicolaysen

Mädchen spielt Zugführerin – und sorgt für riesiges Chaos

Ein verspäteter Zug in Japan? Kaum vorstellbar. Die Pünktlichkeit der Züge Japans gilt als legendär. Bei rund 99 Prozent soll die Quote liegen. Nicht eingerechnet: Kinder, die die Bahn spannend finden und damit für reichlich Trubel sorgen.

In Japan hat sich ein kleines Mädchen in die unverschlossene Zugführerkabine einer U-Bahn geschlichen und damit den Bahnhofsbetrieb durcheinander gewirbelt. Wie die japanische Zeitung „Yomiuri Shimbun“ meldete, hatte der Zugführer nach Ankunft im Endbahnhof Seishin-chuo in der Großstadt Kobe zwecks Wendebetrieb die Fahrerkabine verlassen und dabei vorschriftswidrig die Tür unverschlossen gelassen.

Kobe in Japan: Mädchen löst Zug-Verspätungen aus

Das Mädchen schlüpfte hinein und begann, an den Armaturen herumzuspielen. Dabei schaltete sie die Scheinwerfer und die Fahrzielanzeige des parkenden Zuges aus, hieß es. Kurz darauf wurde sie entdeckt und aufgefordert, die Fahrerkabine zu verlassen.

Doch die Kleine war offenbar eine so begeisterte „Zugführerin“, dass sie sich prompt auf einem Nachbargleis wieder in eine unabgeschlossene Fahrerkabine stahl. Da der Bahnbetreiber daraufhin erstmal sicherstellen musste, dass sie nicht etwas kaputt gemacht hatte und die Züge sicher waren, geriet der Fahrplan durcheinander. Insgesamt 23 Züge hätten sich um bis zu 18 Minuten verspätet, wovon rund 3000 Fahrgäste betroffen gewesen sein, hieß es.

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Japan ist stolz auf die legendäre Pünktlichkeit seiner Züge. Sie sucht weltweit ihresgleichen. Verspätungen sind genauso verpönt wie zu frühes Abfahren. Außer bei Naturkatastrophen kommt es auch kaum zu Verspätungen. „Wir entschuldigen uns zutiefst für die verursachten Probleme. Wir werden dafür sorgen, dass die Türen verschlossen sind“, zitierte das Blatt das Verkehrsbüro in Kobe. (dpa/mp)

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