Gabrielle „Gabby“ Petito auf einem der letzten Fotos von ihr. Ein Polizist hat es mit seiner Körperkamera gemacht.
Gabrielle „Gabby“ Petito auf einem der letzten Fotos von ihr. Ein Polizist hat es mit seiner Körperkamera gemacht.
  • Gabrielle „Gabby“ Petito auf einem der letzten Fotos von ihr. Ein Polizist hat es mit seiner Körperkamera gemacht.
  • Foto: dpa/The Moab Police Department/AP

Freund rastet im Restaurant aus – kurz darauf stirbt Gabby Petito

Hat Brian Laundrie (23) ein Aggressionsproblem? Neue Details im Mordfall Gabby Petito (22) erwecken zumindest den Eindruck. Eine Zeugin berichtet von verstörenden Szenen in einem „Tex-Mex“-Restaurant. Sie ist vermutlich die Letzte, die das Paar zusammen gesehen hat – kurz danach stirbt Gabby.

Die Zeugin Nina Celie Angelo sagt aus, sie sei am 27. August mit ihrer Begleitung in einem Restaurant in Jackson Hole (US-Bundesstaat Wyoming) gewesen. An Nachbartisch: Gabby und Brian. Es soll zu unschönen Szenen gekommen sein, so Angelo. Der Zeitpunkt ist für die Ermittler wichtig: Es könnte sein, dass Nina Celie Angelo Gabby Petito als Letzte lebend gesehen hat. Mehrere US-Medien berichteten.

Zeugin berichtet von Restaurant-Aufenthalt

Bislang ist bekannt: Gabby und Brian machen einen Roadtrip quer durch Amerika – Fotos und Videos auf Social Media zeigen sie glücklich und verliebt. Doch es kommt zu gewalttägigen Streitereien. Dann der Schock: Am vergangenen Wochenende wird Gabbys Leiche in der Nähe eines Campingplatzes im „Grand Teton“-Nationalpark (Wyoming) gefunden. Die Gerichtsmedizin stellt fest: Es war Mord. Brian kommt zunächst alleine nach Hause, dann verschwindet er spurlos. Das FBI fahndet nach ihm – er ist eine „Person von Interesse“.

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Nun liefert die Zeugin Nina Celie Angelo ein weiteres Puzzle-Stück: Brian habe sich im Restaurant „Merry Piglets“ äußerst aggressiv verhalten. Er sei nach dem Essen viermal zurück in den Laden gekommen und habe sich extrem wütend über die Rechnung beschwert. Gabby Petito sei das offenbar peinlich gewesen, sie habe sich für sein Verhalten beim Personal entschuldigt. „Er war sichtlich wütend, sie wirkte aufgebracht“, berichtet Angelo. „Sie hat geweint, er zettelte einen Streit mit einer Restaurant-Mitarbeiterin, der Kellnerin und schließlich auch dem Manager an!“ Die Begleitung der Zeugin, Matthew England, bestätigte das.

Hunderte Polizisten durchsuchen Naturreservat

Kurz nach diesen Szenen im Restaurant muss es zu dem Mord gekommen sein: Der Fundort der Leiche liegt 72 Kilometer von Jackson Hole entfernt. Ein Video zeigt den weißen Van des Paares abgestellt an einer Schotterstraße nahe des „Spread Creek“-Campingplatzes im Naturpark Bridger-Teton National Forest – ebenfalls am 27. August. Das Paar ist wohl vom Restaurant Richtung Campingplatz gefahren. Unklar ist, was dann passierte.

Laut „Bild“ sollen Gabbys Eltern danach jedoch noch SMS erhalten haben – offenbar abgeschickt von Brian Laundrie. Die letzte kam am 31. August: „Kein Empfang in Yosemite!“ – gemeint ist der Nationalpark in Kalifornien.

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Eine falsche Fährte! Denn am  29. August wird Brian noch von mindestens zwei Menschen per Anhalter mitgenommen: Um 17.44 Uhr von Colton Bay bis nach „Jackson Lake Dam“ nahe Pacific Creek Landing und um 18.15 Uhr nach „Spread Creek“, wo Brian 18.30 Uhr aussteigt. Am 1. September kehrt er  zunächst zu seinem Elternhaus in North Port zurück, Gabbys Eltern geben eine Vermisstenanzeige raus –dann verschwindet Brian spurlos.

Sein Auto wird am Eingang zum Naturreservat „Carlton Reserve“ gefunden. Hunderte Beamte suchen derzeit mit Booten, Tauchern und Hunden in dem Sumpfgebiet nach ihm. (vd)

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