In Spanien sind die Schulen offen – einige Grundschüler müssen nun nicht mal in den Klassenraum, sondern haben Unterricht am Strand.
  • In Spanien sind die Schulen offen – einige Grundschüler müssen nun nicht mal in den Klassenraum, sondern haben Unterricht am Strand.
  • Foto: dpa/EUROPA PRESS

Ein Schülertraum: Dieses Land plant jetzt Mathe-Unterricht am Strand

Cartagena –

Unterricht am Strand: Was in „normalen“ Zeiten klingt wie ein unerfüllter Schülertraum, wird in Pandemiezeiten zu einer Infektionsschutzmaßnahme. Eine Schule an der spanischen Mittelmeerküste testet den ungewöhnlichen Lehrort im Rahmen eines Pilotprojekts. Lehrer und Schüler sind begeistert.

Wie „Tagesschau.de“ berichtete, gibt eine Grundschule in Cartagena im Südosten Spaniens einzelnen Klassen jetzt Unterricht am nahegelegenen Strand „Los Nietos“. Die verschiedenen Klassen kommen abwechselnd zu dem schmalen Strand – damit jeder einmal drankommt.

Pilotprojekt in Spanien: Vorteile von Unterricht am Strand 

Die Schüler sind begeistert von ihrem neuen Klassenzimmer.„Das ist sehr gut, weil ich mit meinen Freunden zusammen am Strand bin. Ich liebe den Strand – im Sommer komme ich immer hier her“, sagt ein kleines Mädchen in einem von der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichten Video. Eine weitere Schülerin wird von „Tagesschau.de“ zitiert: „Anstatt im Klassenzimmer zu lernen, ist es besser, hier zu sein – an der sauberen Luft.“

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Lehrer Juan Francisco Martinez betrachtet „Tagesschau.de“ zufolge nicht nur die frische Luft und den Infektionsschutz als Vorteile des Freiluftunterrichts – denn die Kinder hätten vor allem großen Spaß, so der Pädagoge. „Und sie lernen unglaublich gut. Denn: Was sie hier lernen, vergessen sie nicht mehr so leicht. Es ist kaum zu glauben.“

So läuft der Strand-Unterricht an Spaniens Mittelmeerküste ab

Dem in verschiedenen Medien veröffentlichten Bericht zufolge beginnen die Lehrer um acht Uhr morgens, den Strandabschnitt für den Unterricht vorzubereiten. Abwechselnd nehmen acht Klassen an den zwanzigminütigen Lektionen teil.

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Auch in den „normalen“ Klassenräumen sind die meisten spanischen Kinder froh, wieder halbwegs normal zur Schule gehen zu können – vor allem nach dem harten Lockdown im Frühjahr 2020. Da lassen sich Abstandsregeln, die Maskenpflicht für Kinder über sechs Jahre und aufgeteilte Klassen noch besser ertragen. In Spanien lag die 7-Tage-Inzidenz zuletzt bei 128,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner (Stand: 23. April). Noch bis zum 9. Mai gilt in dem Land ein nationaler Gesundheitsnotstand, der einschneidende Infektionsschutzmaßnahmen legitimiert. (prei)

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