Astronaut
  • Matthias Maurer sitzt in einer nachgebauten Apollo 13 Raumkapsel.
  • Foto: Oliver Dietze/dpa

Start geplatzt! Deutscher Astronaut: Darum konnte er heute nicht ins All fliegen

Er wollte ganz hoch hinaus – muss jetzt aber erstmal auf dem Teppich bleiben: Der deutsche Astronaut Matthias Maurer konnte am Sonntag wegen schlechten Wetters nicht zur Raumstation ISS abheben.

Der Start ist nun für Mittwoch anvisiert, teilte die Nasa mit. Zwar herrschten vor Ort am Weltraumbahnhof in Cape Canaveral „fantastische Konditionen“, wie Will Ulrich, zuständiger Wetter-Experte der Nasa, schwärmte. Aber ein „großes Sturm-System“ im weiteren Verlauf der Flugstrecke über dem Atlantik führte – rund 24 Stunden vor der geplanten Startzeit – zur Verschiebung.

Maurer reagierte per Video-Botschaft sehr cool und gelassen. „Das alles gehört zur Raumfahrt mit dazu“, sagte der Astronaut in einem kurzen Clip, den er twitterte. „Immer flexibel sein, sich anpassen an die Randbedingungen und vor allen Dingen alles mit einem guten Sinn für Humor zu nehmen.“

Maurer wird der erste deutsche Astronaut seit drei Jahren im All

Zuvor hatte er per Twitter bereits Tipps für die gewonnene Zeit gegeben: „Genießen Sie Ihren Sonntagsschlaf und ein paar weitere Tage, um sich an den Wechsel von MESZ zu MEZ zu gewöhnen.“

Eigentlich war geplant, dass mit Maurer am Sonntag erstmals seit drei Jahren wieder ein deutscher Astronaut ins All fliegt. Mit den Nasa-Kollegen Thomas Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron sollte der 51-jährige Saarländer von Cape Canaveral (Florida) aus zur Internationalen Raumstation starten.

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Die Verschiebung des Starts sei von der Crew um Maurer „sehr professionell“ aufgenommen worden, lobte der Chef der Deutschen Raumfahrtagentur, Walther Pelzer. Die Stimmung der Crew sei sehr gut. „Sie freuen sich auf den Flug und wissen, dass es bald losgeht.“

Geplant ist der Start von der Nasa derzeit nun für Mittwoch um 1.10 Uhr Ortszeit. Das entspricht 6.10 Uhr Mitteleuropäischer Zeit. (miri/dpa)

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