Dave und Lara van Zetten sind für deutsches Feuerwerk extra aus Den Helder angereist und haben sich den Einkaufswagen voll gemacht.
Dave und Lara van Zetten sind für deutsches Feuerwerk extra aus Den Helder angereist und haben sich den Einkaufswagen voll gemacht.
  • Dave und Lara van Zetten sind für deutsches Feuerwerk extra aus Den Helder angereist und haben sich den Einkaufswagen voll gemacht.
  • Foto: Lars Klemmer/dpa

Böller-Boom! Nachfrage nach Silvesterknallern plötzlich „höher denn je“

Dieses Jahr knallt es – aber richtig! Der Bundesverband Pyrotechnik erwartet in den kommenden Tagen eine enorme Nachfrage nach Böllern und Raketen für die Silvesternacht. Weder Vernunft, Tierliebe noch Umweltbewusstsein halten die Deutschen offensichtlich davon ab, Böller in die Luft zu jagen.

„Es zeichnet sich ab, dass die Nachfrage höher denn je ist“, sagte der Verbandsvorsitzende Ingo Schubert. Die Kollegen aus dem Fachhandel berichteten von einer Auftragslage im Onlinehandel, die kaum zu bewältigen sei. Anscheinend wollen die Leute die Knallerei der letzten Jahre nachholen.

Seit Donnerstag darf in Deutschland für drei Tage Feuerwerk verkauft werden – zum ersten Mal seit drei Jahren wieder. Letztes und vorletztes Silvester war der Verkauf in Deutschland wegen Corona ja verboten. Was für viele wenigstens eine positive Auswirkung der Pandemie war.

Silvesterfeuerwerk steht in der Kritik

Insgesamt steht das Abbrennen von Feuerwerk in der Kritik, weil sich dadurch in der Silvesternacht viele Menschen verletzen und Brände ausgelöst werden. Auch für die Umwelt ist ein Feuerwerk eine Belastung, weil beim Abbrennen tonnenweise Feinstaub freigesetzt wird. Und für Tiere, ob im Haus oder in der Natur, ist ein knalliger Jahresabschluss meist purer Horror.

Auf die Frage, wieso trotz aller Kritik weiter Feuerwerk verkauft und abgebrannt werden sollte, sagte Schubert: „Das Feuerwerk ist für mich persönlich ein schöner Brauch, um mit dem Jahr abzuschließen. Feuerwerk schafft es wie keine andere Unterhaltungsform, mit Emotionen zu spielen, weil es so groß ist, weil es so gewaltig ist.“

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Auch mit Blick in die Zukunft spreche in dünner besiedelten Gegenden und in Vororten „überhaupt nichts“ gegen das Abbrennen von privatem Feuerwerk. Einzelne Verbotszonen in Ballungsräumen machen für den Verband aber „durchaus auch Sinn“.

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