Unbekannte Haiart: der gestreifte Hornhai
Unbekannte Haiart: der gestreifte Hornhai
  • Eine Mitarbeiterin des australischen Forschungsinstituts hält den bisher unbekannten gestreiften Hornhai in den Händen. Er sieht nicht so glücklich darüber aus, entdeckt worden zu sein...
  • Foto: picture alliance/dpa/CSIRO | Frederique Olivier

Neue Haiart vor Australien entdeckt – und nicht alle sind happy darüber

Da zieht aber einer eine Schnute: Der bisher unbekannte gestreifte Hornhai lebt in 150 Metern Meerestiefe vor Australien und teilt die Aufregung der Forscher über seine Entdeckung eindeutig nicht.

Vor der Westküste Australiens haben Forscher eine bisher unbekannte Art kleiner Haie entdeckt. Bei dem Tier handele es sich um einen gestreiften Hornhai, der von der Wissenschaft noch nicht beschrieben worden sei, teilte die australische Wissenschaftsbehörde CSIRO am Mittwoch mit. Das Exemplar sei am 23. November vom Forschungsschiff „Investigator“ im Gascoyne Marine Park westlich der Halbinsel Cape Range gesichtet und an Bord geholt worden, sagte ein CSIRO-Sprecher.

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Haiexperte Will White sprach von „einem der aufregendsten Funde“ der gesamten Forschungsreise. Der auffällige kleine Hornhai sei einzigartig in Australien. Die Art sei noch nicht beschrieben und benannt. „Das von uns gesammelte Exemplar wird für die Wissenschaft unglaublich wichtig sein“, erklärte White. Normalerweise seien die Fische, die zur Familie der Stierkopfhaie gehören, in flachen Gewässern zu finden. Die neue Art aber lebe in mehr als 150 Metern Tiefe, „und wir wissen nichts über ihr Verhalten“, so White.

„Wir wissen wenig darüber, was unter den Wellen lebt“

Die bisher bekannten Hornhaie werden maximal 120 Zentimeter lang. Sie verbringen den größten Teil des Tages getarnt zwischen Felsen und Algen auf dem Meeresboden und kommen nachts heraus, um zu fressen. „Australien hat ein wirklich riesiges Meeresgebiet, das mit die größte Artenvielfalt des Planeten beherbergt“, betonte White. „Aber wir wissen immer noch sehr wenig darüber, was unter den Wellen lebt.“ (dpa)

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