Jacida Ardern blickt ernst in die Kamera.
Jacida Ardern blickt ernst in die Kamera.
  • Der Premierministerin von Neuseeland ist während einer Debatte im Parlament ein peinlicher Fehler unterlaufen. (Archivbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/AAP | Mick Tsikas

„Arroganter Arsch“: Arderns peinliche Mikro-Panne

Die neuseeländische Premierministerin Jacida Ardern (42) war genervt – und machte ihrem Ärger Luft. Dabei hatte sie vergessen, ihr Tischmikrofon auszuschalten: Im Parlament war deutlich zu hören, wie sie einen Politiker aus der Opposition als „arroganten Arsch“ bezeichnete.

Zuvor hatte sich Jacinda Ardern, die seit 2017 Premierministerin ist und zur neuseeländischen Labour Party gehört, im Parlament Fragen der Opposition gestellt. David Seymour (39), Mitglied der rechts angesiedelten liberalen Partei ACT, forderte sie unter anderem dazu auf, einen Fehler zu benennen, für den sie sich im Laufe ihrer Amtszeit entschuldigt habe.

Neuseeländische Premierministerin Jacida Ardern: „Arroganter Arsch“

Die Frage verärgerte die Premierministerin sichtlich. In ihrer Antwort räumte sie ein, dass die strengen Covid-19-Maßnahmen für die Bevölkerung schwierig gewesen seien. Sie betonte aber auch, dass sie hinter der Regierungsarbeit während der Pandemie stehe. Wie zunächst der „Spiegel“ berichtete, sagte Ardern mit Blick auf den Abgeordneten Seymour anschließend zu einem Vertrauten: „Er ist so ein arroganter Arsch.“

Peinlich für Ardern: Ihr Tischmikrofon war noch eingeschaltet. Im Parlamentsfernsehen war die Aussage deutlich zu hören. Seymour zeigte sich nach „Spiegel“-Informationen schockiert von der Wortwahl der Premierministerin, die er seit elf Jahren persönlich kenne und eigentlich für ihr politisches Geschick bewundere.

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Wie der „Spiegel“ berichtet, soll Ardern sich mittlerweile in einer Nachricht bei Seymour entschuldigt haben: Sie hätte den Kommentar besser unterlassen. Schon ihre Mutter habe ihr mitgegeben: „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, sollte man gar nichts sagen.“ Seymour habe die Entschuldigung angenommen und der Premierministerin ein frohes Weihnachtsfest gewünscht. (ps)

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