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Brustkorb zusammengepresst: Mord an Kleinkind Greta – Erzieherin vor Gericht

Mönchengladbach –

Nur Stück für Stück kamen im Fall der getöteten Greta (3) neue Details ans Licht. Vor dem Landgericht Mönchengladbach hat nun am Dienstag der Prozess im Mordfall der Dreijährigen begonnen. Eine Erzieherin ist angeklagt, dem Mädchen im April dieses Jahres in Viersen am Niederrhein den Brustkorb bis zum Atemstillstand zusammengedrückt zu haben. Das Kind starb später im Krankenhaus.

Der 25 Jahre alten Deutschen werden die Ermordung des Kindes sowie die Misshandlung von Schutzbefohlenen in neun weiteren Fällen vorgeworfen. Denn schon in anderen Kitas soll die junge Frau Kindern den Brustkorb fest zusammengepresst und sie damit in Lebensgefahr gebracht haben. Diese Fälle waren erst durch die Ermittlungen nach Gretas Tod bekannt geworden.

Mönchengladbach: Erzieherin wegen Mordes vor Gericht

Der Fall hatte große Aufmerksamkeit erregt, insbesondere weil die Häufung der mutmaßlichen Misshandlungen so lange nicht erkannt worden war. Auch hatte die Frau an ihren verschiedenen Arbeitsstellen erhebliche Probleme: Vorgesetzte und Kollegen beschrieben sie laut Anklage übereinstimmend als ungeeignet für den Beruf der Erzieherin – dennoch arbeitete sie weiter.

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Das Motiv für die Taten ist unklar. Die Angeklagte hat sich nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft bislang nicht geäußert. Das Landgericht will im Verfahren mehr als 20 Zeugen hören. Bis Anfang März sind insgesamt 19 Verhandlungstage geplant. (vd/dpa)

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