Feuerwehrleute löschen auf einer Drehleiter einen Dachbrand
  • In Lohe Rickelshof schlug ein Blitz ins Dach eines Mehrfamilienhauses ein, den entstandenen Brand konnte die Feuerwehr noch weitgehend unter Kontrolle bringen.
  • Foto: Simon Pfeiffer / Westküsten-News

Unwetter im Norden: Straßen überflutet, Blitze setzen Dach in Brand

Starkregen und Gewitter haben am späten Montagabend für viele Feuerwehreinsätze im Norden gesorgt. In Kiel gab es Überschwemmungen und volle Keller, in Mecklenburg-Vorpommern einen Verkehrsunfall mit sieben Verletzten. In Lohe Rickelshof schlug ein Blitz in ein Mehrfamilienhaus ein und setzte das Dach in Brand.

Ein Sprecher der Feuerwehr Kiel sprach am frühen Dienstagmorgen von insgesamt deutlich über 100 Einsätzen im gesamten Leitstellenbereich, gegen Mitternacht habe sich die Situation beruhigt. Verletzte und größere Einsätze habe es nicht gegeben. Am Abend hatte der Deutsche Wetterdienst für den Raum Kiel eine amtliche Unwetterwarnung vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel ausgegeben. Die Warnung sollte bis etwa 23 Uhr gelten.

Starkregen und Blitzeinschläge: Schleswig-Holstein trifft Unwetter stark

Bereits am Nachmittag hatte sich über dem Lübecker Stadtteil Travemünde ein Gewitter entladen. Nach früheren Angaben der Feuerwehr mussten dort 44 Keller leer gepumpt werden. Mehrere Straßen standen unter Wasser, weil die Siele die Wassermassen nicht schnell genug ableiten konnten.

Ein umgekippter Baum versperrt die Straße in Kiel
In Kiel-Holtenau stürzte ein Baum auf die Straße.

Blitzeinschlag: Dachbrand in Lohe Rickelshof

Neben dem Starkregen kam es auch zu mehreren Blitzeinschlägen. Einer setzte gegen 21:30 Uhr in Lohe Rickelshof bei Heide in der Straße Krähenwinkel ein Mehrfamilienhaus in Brand, wie die Feuerwehr Schleswig-Holstein der MOPO mitteilte. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte der Brand auf seinen Entstehungsraum begrenzt werden und war nach einer Dreiviertelstunde gelöscht.

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Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde der betroffene Bereich durch eine Plane abgedeckt und das Wohnhaus an die Polizei Heide übergeben. Trotz des Schadens ist das Gebäude bewohnbar geblieben. Verletzte gab es keine, da alle Bewohner das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten. An dem Einsatz waren Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei und des Rettungsdienstes beteiligt.

Meck-Pomm ebenfalls von Starkregen betroffen

Auch in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu starken Regenfällen und Verletzten. Auf der Autobahn 19 Berlin-Rostock wurden an der Mecklenburgischen Seenplatte nach Angaben der Polizei sieben Menschen leicht verletzt, weil ein Auto beim Überholen wohl durch plötzlich einsetzenden Starkregen ins Schleudern geraten war. (mp/dpa/cnz)

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