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Super-Pfingst-Wochenende: Von Biergärten bis Nordsee-Insel: Was geht – und was nicht

Das lange Pfingstwochenende steht im Norden an und das Wetter scheint mitzuspielen. Es wird sonnig und warm. Viele Norddeutsche haben ein paar Tage frei und freuen sich auf einen Kurzurlaub oder Ausflug. Aber noch sind nicht überall Tagestouristen erwünscht, und noch nicht alle Freizeitmöglichkeiten können wegen Corona schon wieder voll genutzt werden. Die MOPO verrät, was über Pfingsten in den norddeutschen Bundesländern los ist und was man nicht verpassen sollte.

Ob Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen oder Mecklenburg-Vorpommern – die norddeutschen Bundesländer haben einiges zu bieten. Das Super-Wetter am Pfingstwochenende kann trotz Corona ausgenutzt werden. Aber nicht überall ist das Gleiche erlaubt:

Was geht in Hamburg?

Über Pfingsten sind in Hamburg Tagestouristen willkommen, und auch Hotels haben nach einer Corona-Zwangspause geöffnet. Hafen-Rundfahrten sind ebenfalls wieder möglich. An Bord müssen Fahrgäste jedoch eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und den Mindestabstand einhalten. Der berühmte Fischmarkt findet allerdings noch nicht statt.

Die Aussichtsplattform der Elbphilharmonie ist dafür wieder zugänglich, allerdings ist die Zahl der Besucher noch eingeschränkt. Hier empfiehlt es sich, für die Feiertage ein Ticket für eine bestimmte Uhrzeit online zu buchen. Wenn es etwas entspannter sein soll und man mit einem kühlen Getränk den Sand unter den Füßen spüren will, dann lohnt sich ein Abstecher zum Beachclub „Strand Pauli“.

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Ein Spaziergang am Elbstrand? In Hamburg über Pfingsten kein Problem. 

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dpa

Der Tierpark Hagenbeck lädt ebenso wieder ein wie die zahlreichen Museen in Hamburg. Das Bucerius-Kunstforum stellt zurzeit mit David Hockney einen der bedeutendsten Gegenwartskünstler Großbritanniens aus. Auch Kinos dürfen seit Mittwoch wieder Filme zeigen – viele Häuser sind jedoch noch nicht so weit. Die beiden Cinemaxx-Kinos in Wandsbek und Dammtor öffnen ab Sonnabend jedoch wieder ihre Türen und melden sich sowohl mit neuen Film-Highlights wie „Nightlife“ und „Die Känguru-Chroniken“ als auch mit Klassikern wie „Dirty Dancing“ oder „Herr der Ringe“ zurück.

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Restaurants, Biergärten und Cafés sind bereits geöffnet – ebenso wie die Bootsverleihe rund um die Alster. Freibäder dürfen allerdings erst ab Dienstag nach Pfingsten öffnen.

Was ist los in Schleswig-Holstein?

Tagestouristen dürfen grundsätzlich wieder nach Schleswig-Holstein reisen. Ausgenommen sind die Nordfriesischen Inseln und St. Peter Ording und Büsum. Hier muss man mindestens eine Nacht in einem Hotel buchen. Auch Fahrten nach Helgoland sind seit dieser Woche wieder möglich. Allerdings schränkt die Insel die Besucherzahl weiterhin stark ein. Lediglich 300 Tagesgäste sind erlaubt.

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Erdbeeren pflücken und naschen geht in Schleswig-Holstein.

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Daniel Kalker

Museen dürfen in Schleswig-Holstein allerdings wieder besucht werden. Gleiches gilt für Freilichtmuseen und Botanische Gärten. Die Gastronomie darf bis 22 Uhr öffnen. Personen zweier Haushalte dürfen an einem Tisch sitzen. Ein Besuch im Hansa-Park wird über Pfingsten allerdings nicht möglich sein. Alle Freizeitparks sind landesweit noch geschlossen.

Dagegen haben viele Erdbeerhöfe wieder auf. Hier kann man selber Erdbeeren pflücken. Und auch Wattwanderungen sind mit Mundschutz und Abstand kein Problem.

Was hat auf in Mecklenburg-Vorpommern?

Anders als in Schleswig-Holstein sind Tagesausflüge nach Mecklenburg-Vorpommern noch verboten. Landesweit gilt: Man muss eine Übernachtung gebucht haben, um einreisen zu dürfen.

Es wird laut Innenminister Lorenz Caffier aber keine solch umfassenden Kontrollen wie beim Einreiseverbot vor sechs bis acht Wochen geben. Kontrolliert werde aber stichprobenartig von Ordnungsämtern und Kurverwaltungen. Es droht ein empfindliches Bußgeld zwischen 150 und 2000 Euro, wenn man erwischt wird.

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Die Museen im Land sind dafür wieder geöffnet. Auch die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen stehen den Besuchern offen. Darüber hinaus dürfen Freibäder und Kinos in Mecklenburg-Vorpommern wieder öffnen. Gaststätten dürfen bis 23 Uhr Gäste empfangen.

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Beim „Kunst Offen“ können Gäste die Künstler in ihren Werkstätten besuchen.

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Ein besonderes Highlight in Mecklenburg-Vorpommern ist die jährlich stattfindende Aktion „Kunst Offen“. Mehr als 600 Künstler an über 500 Orten öffnen landesweit am verlängerten Pfingstwochenende ihre Ateliers, Werkstätten und Galerien für interessierte Gäste. Dieses Jahr gilt natürlich: Abstand halten und Maske auf.

Wo darf man hin in Niedersachsen?

Die Corona-Regeln in Niedersachsen wurden trotz der Infektionen nach einem Restaurantbesuch in Ostfriesland zum 25. Mai erneut gelockert. Erstmals seit Beginn der Krise dürfen Hotels wieder öffnen und bis zu 60 Prozent ihrer Plätze belegen.

Für Restaurants entfällt die maximale Auslastung von 50 Prozent, allerdings müssen Mindestabstände weiter gewahrt werden. Bars bleiben geschlossen. Darüber hinaus können Fitnesscenter und Freibäder den Betrieb wieder aufnehmen.

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Einige Freibäder sind bereits seit dem 25. Mai wieder geöffnet, weitere folgen bis Ende der Woche. Allerdings gelten Auflagen. So muss in allen Bädern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu Menschen aus anderen Haushalten gewahrt werden. Einige Bäder haben die Besucherzahl daher begrenzt, zudem werden etwa an den Eingängen Desinfektionsstationen aufgebaut.

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Nervenkitzel gibt es auf den zahlreichen Achterbahnen im Heide Park.

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Freizeitparks dürfen in Niedersachsen ebenfalls wieder öffnen. Einem Besuch im Heide-Park steht somit nichts im Wege. Das Ticket muss allerdings online gebucht werden. Die Tageskassen sind bis auf Weiteres geschlossen.

Und was ist mit Bremen?

Wer über Pfingsten nach Bremen fahren möchte, der muss eigentlich nur auf die Kontaktbeschränkungen achten. Zoos, Museen und Gedenkstätten haben seit zwei Wochen bereits wieder geöffnet. Seit dem 18. Mai haben auch Gaststätten, Kneipen, Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder auf.

Ab dem 1. Juni ist in Bremen auch das Feiern wieder erlaubt – mit Auflagen natürlich. Feiern, Feste oder Zusammenkünfte im privaten Bereich sind im geschlossenen Raum mit bis zu 20 und im Freien mit bis zu 50 Personen wieder gestattet. Aber natürlich gilt auch hier: Abstand halten!

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Ganz so eng wird es wegen Corona nicht sein. Eine Stadtführung durch die Bremer Altstadt lohnt sich dennoch immer. 

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Ralph Peters

Wem das zu viel Trubel ist, der bucht vielleicht lieber einen Rundgang durch die Hansestadt. Die sind seit vergangener Woche nämlich wieder möglich. Aufgrund der Abstandspflicht werden Kopfhörer ausgeteilt. Ausgangs- und Endpunkt ist die Tourist-Information in der Böttcherstraße (Tel. 0421/308 00 10). Hier kann man auch die Tickets erwerben. 

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