Eine Mitarbeiterin von Edeka füllt ein Regal mit Nudeln auf.
  • Laut Verdi könnte es in Folge des Streiks im Edeka-Zentrallager zu Engpässen in den Filialen kommen. (Archivbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/Patrick Seeger

Streik bei Edeka Nord – Folgen für Kunden möglich

Streik am Montag im Zentrallager von Edeka Nord! Der Arbeitskampf im mecklenburgischen Zarrentin/Valluhn (Landkreis Ludwigslust-Parchim) kann Auswirkungen auf Kund:innen im ganzen Norden haben.

Mit rund 1000 Beschäftigten stelle das Zentrallager im Dreischichtbetrieb die Lebensmittelversorgung der Edeka-Märkte in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zu großen Teilen sicher, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Die durchgetakteten Logistikabläufe seien infolge des Warnstreiks in den kommenden Tagen erheblich gestört. Dies werde in den Edeka-Märkten zu spüren sein. Edeka Nord sieht das nicht so. „Der Warnstreik am Morgen am Lagerstandort in Zarrentin hat keine Auswirkungen auf die Warenversorgung unserer Märkte“, teilte die Pressestelle mit.

Verdi sieht Streik-Folgen im ganzen Norden – Edeka widerspricht

Mit der Aktion will die Gewerkschaft Druck in den laufenden Manteltarifverhandlungen machen. Nach bisher drei Verhandlungsrunden habe die Arbeitgeberseite ein aus ihrer Sicht finales Tarifangebot vorgelegt, das die Verdi-Mitglieder mit rund 98 Prozent abgelehnt hätten. Weitere Warnstreiks bis zum nächsten Verhandlungstermin am 28. November seien nicht ausgeschlossen.

Verdi fordert nach eigenen Angaben in der laufenden Manteltarifrunde unter anderem ein 13. Monatsgehalt sowie Verbesserungen bei der Altersvorsorge und den vermögenswirksamen Leistungen. Die Arbeitgeber hätten eine Annäherung zum vollen 13. Monatsgehalt in Teilschritten in Aussicht gestellt.

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Zudem würden drei Mal 200 Euro Inflationsausgleichsprämie bis Oktober 2023 und eine Laufzeit des Tarifvertrages bis 30. September 2026 angeboten. Dies werde jedoch an eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Kraftfahrer geknüpft. (dpa/mp)

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